Letzter Olympia-Test für Hockey-Nati Schweizer Kantersieg gegen Weissrussland

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • Von Dino Kessler aus Winnipeg

Zum Abschluss der Olympia-Vorbereitung in Winnipeg beweist die Schweiz kanadische Abschluss-Qualitäten - 6:2 gegen Weissrussland.

Am Dienstag brachte unsere Nati aus 41 Schüssen gerade mal ein Tor zustande. Dieses Missverhältnis wurde nun korrigiert: aus 26 Schüssen gelangen 6 Tore.

Beeindruckend: Die Schweizer liessen die Scheibe laufen und hebelten die Weissrussen durch enormen Zug aufs Tor regelmässig aus den Angeln. Coach Ralph Krueger: «Gemäss dem Charakter unserer Mannschaft haben wir eine starke Reaktion gezeigt.»

Der gelungene offensive Auftritt wurde durch die starke physische Präsenz vor beiden Toren und in den Ecken noch verstärkt. Das Powerplay – am Dienstag noch ein absoluter Schwachpunkt – überzeugte durch zügige Passstafetten und bissige Abschlüsse.

Bei Wicks 3:0 in Überzahl stimmte vom Aufbau im eigenen Drittel über die Vorbereitung bis hin zum Abschluss alles. Bemängeln darf man eigentlich nur das Boxplay: beide Tore der Weissrussen fielen in Überzahl und aus kürzester Distanz.

Neben der klaren Leistungssteigerung und dem positiven Resultat zum Abschluss interessierte vor allem Ralph Kruegers Selektion für Olympia: Wegen der Verletzung von Goran Bezina (Bauchmuskelzerrung) wird die Nati mit drei Goalies, neun Verteidigern und zwölf Stürmern (siehe Aufgebot rechts) nach Vancouver reisen.

Das bedeutet, dass neben dem verletzten Kevin Romy (Rippenprellung) auch Paul Savary den letzten Cut nicht überstanden hat. Und die Verteidiger? Krueger: «Goran Bezina muss bis Sonntagabend voll belastbar sein, sonst muss er nach Hause.»

Kann Bezina bleiben, wird wohl SCB-Verteidiger Philippe Furrer nach Hause müssen.

Die Schweiz eröffnet das olympische Eishockey-Turnier am 16. Februar um 21 Uhr (MEZ) gegen die USA.

Weissrussland - Schweiz 2:6 (0:3, 1:3, 1:0)

MTS-Centre, Winnipeg. – 10812 Zuschauer. – SR Burchell/ Holdsworth (Ka), Deck/Reimer (Ka). – Tore: 3. Déruns (Monnet, Ambühl) 0:1. 12. Rüthemann (Seger, Martin Plüss) 0:2. 15. Wick (Domenichelli, Yannick Weber/Ausschluss Kaljuschni) 0:3. 22. Ambühl (Sbisa/Ausschluss Seger!) 0:4. 26. Sacharow (Ugarow, Dsemahin/ Ausschluss Blindenbacher) 1:4. 28. Martin Plüss (Wick, Romano Lemm) 1:5. 39. Monnet (Paterlini) 1:6. 57. Dsemahin (Sadselenow, Stasenko) 2:6. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Weissrussland, 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Weissrussland: Mesin; Karew, Stasenko; Ryadinski, Kaszjutschonak; Usenka, Kolossow; Antonow; Sadselenow, Dsemahin, Antonenko; Sacharow, Kaljuschni, Ugarow; Mialeschka, Kulakow, Stas; Michalow.

Schweiz: Tobias Stephan; Yannick Weber, Seger; Blindenbacher, von Gunten; Diaz, Sbisa; Philippe Furrer; Paterlini, Rüthemann, Martin Plüss; Wick, Jeannin, Romano Lemm; Domenichelli, Sannitz, Sprunger; Déruns, Ambühl, Monnet; Savary.

Bemerkungen: Schweiz ohne Rüeger (Ersatztorhüter), Bezina, Romy (beide verletzt), Gobbi (überzählig), Hiller und Streit (beide NHL). – Schüsse: Weissrussland 24 (5-10-9); Schweiz 26 (7-11-8). – Powerplay: Weissrussland 1/6 (1 Shorthander kassiert); Schweiz 1/2.

Ralph Kruegers (provisorisches) Olympia-Aufgebot

Goalies (3): Jonas Hiller, Tobias Stephan, Daniel Manzato.

Verteidiger (9*): Mathias Seger, Yannick Weber, Luca Sbisa, Raphael Diaz, Severin Blindenbacher, Mark Streit, Philippe Furrer, Goran Bezina(*), Patrick Von Gunten.

Nicht selektioniert:
John Gobbi.

Stürmer (12): Roman Wick, Thibaut Monnet, Thomas Déruns, Hnat Domenichelli, Raffaele Sannitz, Julien Sprunger, Andres Ambühl, Romano Lemm, Thierry Paterlini, Martin Plüss, Ivo Rüthemann, Sandy Jeannin.

Nicht selektioniert:
Kevin Romy (verletzt), Paul Savary (überzählig)

*Goran Bezina (Bauchmuskelzerrung) fraglich.

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