Stephan Keppler motzt über Vancouver «Olympia-Abfahrt ist was für Frauen»

  • Aktualisiert am 03.01.2012
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VANCOUVER - Stephan Keppler zählt wahrlich nicht zur Weltspitze. Trotzdem motzt er über die Olympia-Abfahrt, bei der er Didier Cuche in der Favoritenrolle sieht.

Ein achter Platz in der Abfahrt von Lake Louise 2006, ein 12. Platz im Super-G in Kvitfjell im gleichen Jahr, Deutscher Meister in der Abfahrt 2006 und im Super-G 2006 und 2007. Stephan Kepplers Vita als Skirennfahrer liest sich nicht gerade wie eine echte Erfolgsstory. Das hindert den 27-Jährigen aber nicht daran, über die Olympia-Abfahrt zu motzen.

«Diese leichte Abfahrt liegt mir gar nicht. Da kann man Frauenrennen drauf machen, aber für Männer ist das nichts. Es geht eine Minute lang flach dahin, bis endlich mal ein paar Kurven kommen», wettert Keppler im Interview mit spox.com.

Und der Möchtegern-Abfahrtsstar schiesst auch noch Giftpfeile in Richtung Lauberhorn: «Lang ist es schon, aber Wengen ist bis auf zwei, drei Kurven recht leicht zu fahren. Am Schluss wird es zwar streng, aber Kitzbühel ist viel härter.»

Pikant: Kepplers bestes Resultat in einer Lauberhornabfahrt ist ein 26. Rang 2007, 3,77 Sekunden hinter Sieger Bode Miller.

Immerhin lobt er Abfahrts-Weltcup-Leader Didier Cuche. «Er ist schon seit Jahren top. Wir nehmen jede seiner Fahrten auf, um zu analysieren, was er anders macht als wir. Wenn man so fährt wie er, dann ist man schnell», so Keppler.

Sein Kronfavorit auf Olympia-Gold ist Super-Didi aber nicht. Keppler: «Manuel Osborne-Paradis kennt den Hang in- und auswendig. Die wissen genau, wie man bei welchem Wetter wachsen muss. Dazu kommt noch sein Selbstvertrauen nach zwei Siegen in dieser Saison. Ihn muss auch ein Cuche erstmal schlagen.» (sim)

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