Vancouver 2010 Kämpft um diese Medaillen!

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • Von Carl Schönenberger
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Neun Zentimeter Durchmesser, sechs Millimeter dick, zwischen 500 und 576 Gramm schwer – das ist der Stoff, aus dem die Träume sind.

Es sind fast die schwersten Medaillen der Geschichte, die den Helden der 21. Olympischen Winterspiele um den Hals gehängt werden. Und schön sind die «Plämpel» auch. Von Künstlern aus den kanadischen Ureinwohner-Stämmen designt, zeigen sie zusammengelegt das Bild eines Orcas und eines Raben.

Medaillen aus Altmetall

Der ideelle Wert dieser Medaillen ist für die Sportler mit Geld nicht bezahlbar. Materiell ist der Wert jeder Medaille indes bescheiden: Rund 230 Franken kostet jede Goldmedaille. Der Grossteil geht für die 6 Gramm reinen Golds drauf, mit dem der Metallkern überzogen ist. Das Medaillen-Innere selbst besteht aus Altmetall – recycletem Handy- und Computerschrott.

Der aktuelle Wert der Medaillen wird von den Sportlern erst nach den Spielen in Form von neuen Sponsor-Verträgen oder Leistungsprämien bestimmt. Und dabei ist Gold bei weitem nicht Gold. Maya Pedersen zum Beispiel konnte nach ihrer Skeleton-Triumphfahrt von 2006 in Turin ihren Olympia-Titel gerade mal so ummünzen, dass sich Aufwand und Ertrag zum Schluss der Saison deckten. Lindsey Vonn dagegen würde allein eine Gold-Abfahrt in zwei Wochen zur Millionärin machen.

Louis Zutter aus Neuenburg war der Olympia-Pionier

Bei den Spielen der Antike wurden die Sieger zwar bloss mit einem Oliven-Zweig bekränzt, aber siegreiche Griechen hatten schon damals für den Rest ihres Lebens ausgesorgt. Die Medaillen kamen mit den Spielen der Neuzeit. 1896 in Athen erhielt jeder Sieger eine Silbermedaille. Der Zweite bekam Bronze, der Dritte gar nichts. Gold, Silber und Bronze wurden erst 1908 in London eingeführt. Der erste Olympia-Sieger der Neuzeit hiess James Brendan Connolly. Der Amerikaner triumphierte 1896 in Athen im Dreisprung.

Auch die erste Schweizer Olympia-Medaille stammt von den Premieren-Spielen. Louis Zutter aus Neuenburg war damals als Privatmann nach Athen gereist. Dort holte der 30-jährige Kunstturner für seinen Sieg am Pauschenpferd Silber, im Pferdsprung und am Barren wurde er Zweiter und bekam dafür zwei Bronzemedaillen. Eine offizielle Schweizer Delegation gabs in Athen 1896 noch keine.

Wer...

...gewann die erste Schweizer Medaille bei Winterspielen?

1924 wurden in Chamonix (Fr) erstmals Olympische Winterspiele durchgeführt. Am frühen Nachmittag des 30. Januar holte Georges Harold Roger Gautschi (Bild)vom Internationalen Schlittschuhclub Davos als 19-Jähriger Bronze im Eiskunstlauf. Am 3. Februar jubelten Edouard Scherrer, Alfred Neveu, Alfred Schläppi und Heinrich Schläppi über Gold im Vierer-Bob.

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