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Die Experten sind sich einig: Die Abfahrt, auf der am kommenden Samstag um olympisches Edelmetall gefahren wird, erinnert von der Topografie her stark an die im norwegischen Kvitfjell. Einmal dürfen Sie raten, wer im vergangenen März die Abfahrt im hohen Norden gewonnen hat? Exakt: Manuel Osborne-Paradis (26).
Es gibt noch einen anderen Grund, warum der Crazy Canuck zum Schweizer-Schreck avancieren könnte: Kein anderer kennt den Olympia-Berg so gut wie der Super-Gleiter. Osborne-Paradis: «Ich bin im Norden von Vancouver aufgewachsen, und habe als kleines Kind in Whistler das Skifahren gelernt. Mittlerweile besitze ich hier sogar eine Wohnung.»
Diese Wohnung steht bezeichnenderweise in der «Toni Sailer-Lane», also an der Strasse, die nach dem dreifachen österreichischen Olympiasieger benannt wurde. Und Osborne-Paradis ist sich sicher, dass er sich schon bald selber Olympiasieger nennen darf.
Als erster «Canuck» einen Heimsieg bejubeln
Nachdem er vor vier Wochen bei der Lauberhorn-Abfahrt den zweiten Rang hinter Carlo Janka belegt hat, wurde er gefragt, wer denn in Whistler sein Favorit auf Gold in der Abfahrt sei. Osborne-Paradis antwortete damals ohne Zögern: «Ich!»
Bei seiner Gold-Mission wird das sympathische Grossmaul von einer ganz besonderen Tatsache angetrieben: «Weder bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal 1976, noch bei den Winterspielen in Calgary 1988 hat ein Kanadier die Goldmedaille gewonnen. Es wird höchste Zeit, dass sich das ändert. Und ich möchte unbedingt als erster «Canuck» in die Geschichte eingehen, der zu Hause einen Olympiasieg bejubeln darf.»
Skisport plötzlich im Mittelpunkt
Osborne-Paradis wird bei diesem Vorhaben die Unterstützung von Tausenden von kreischenden Fans bekommen. Die 25000 Tickets für die Abfahrt sind ausverkauft.
Diese Meldung zaubert «Manny» ein goldenes Lächeln ins Gesicht: «Normalerweise ist der Skisport in meiner Heimat nur eine Randsportart. Jetzt stehen wir endlich auch einmal im Mittelpunkt. Das ist einfach wunderschön!»