
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Nach der Razzia in ihren Unterkünften am Samstagabend waren sechs Langläufer und vier Biathleten der Austria-Delegation zur Dopingkontrolle gebeten worden – nun wurden die Ergebnisse der Proben veröffentlicht.
Die negativen Ergebnisse sind ebenso wenig eine Überraschung wie eine Entlastung der Verdächtigen. Eigenblut-Transfusionen, die man bei den Österreichern vermutet, können im Gegensatz zu Fremdblut-Tranfusionen nämlich nicht nachgewiesen werden.
Es steht also lediglich fest, dass die Athleten nicht mit Fremdblut oder Anabolika ihren Leistungen auf die Sprünge geholfen haben. Die italienischen Behörden glauben, auch ohne positive Dopingtests genug Beweismaterial zusammengetragen zu haben, um gegen die Schummel-Olympioniken vorgehen zu können.
Staatsanwalt Ciro Santoriello erklärte in einem Interview mit der französischen Sportzeitung LEquipe: «Teile der Zeugenaussagen, die uns vorliegen, haben bestätigt, dass das IOC Sanktionen gegen die Athleten ergreifen kann. Aber solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind, können wir diese Beweise dem IOC nicht übergeben.»
Peter Schröcksnagel, der Präsident des österreichischen Skiverbandes, macht derweil weiter gute Miene zum bösen Spiel. «Ich bin glücklich, weil nun bewiesen ist, dass ich Recht damit hatte, meinen Athleten zu vertrauen», so Schröcksnagel nach Bekanntgabe der Testergebnisse.
Einer der Verdächtigen: Biathlet Wolfgang Perner.- Reuters