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Bis vor kurzem ging man davon aus, das kuriose Griechen-Drama bei den Spielen 2004 in Athen wäre nicht mehr zu überbieten: Motorrad-Unfall und Spital-Aufenthalt der Sprinter Kenteris und Thanou – und das alles nur, um den Dopingjägern zu entkommen.
Doch nun erinnern sich die Österreicher an ihre grosse Theater-Kultur. Auch dieses Stück handelt im
Doping-Dschungel.
Es beinhaltet eine «Bombe» in Form eines aus dem Fenster geworfenen Plastikbeutels. Und der mächtige Ösi-Ski-Boss Peter Schröcksnadel (64) spielt in diesem Theater den Schrecks-Nagel. Ist es die Rolle des Austria-Verführers?
Wie gedopt ist die Wintersport-Nation Österreich?
Vielleicht könnte «Schröcksi» diese Frage beantworten. Immerhin wurde während seiner Ski-Präsi-Ära Bernd Pansold ins Leistungszentrum Obertauern geholt – der einstige DDR-Arzt war schon im Zusammenhang mit dem flächendeckenden DDR-Doping im Gerede.
Obertauern und Pansold haben sich zwecks Image-Wahrung zwar wieder getrennt. Doch Pansold wirkt weiterhin in Österreich und namhafte Sportgrössen gehen bei ihm ein und aus – auch alpine Skirennfahrer.
Blutbeutel-Coach Walter Mayer löste auch in Turin eine Doping-Affäre aus.- Keystone