Top Ten Zehn kleine Stinkefingerlein

  • Publiziert: 28.10.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Raphael Fiore

Sie sollten Vorbilder sein. Doch manchmal ist ein Spieler, Trainer oder Schiri auch nur ein Mensch. Und wenn die Emotionen kochen, Worte nicht mehr reichen, wird als letztes Mittel der Stinkefinger ausgepackt.

Der Stinkefinger – eine beleidigende, obszöne Geste mit der Hand. Bei der geballten Faust wird der Mittelfinger möglichst senkrecht gestreckt. Diese verbale Entgleisung zeigt einem Individuum oder einer ganzen Gruppe, was der Stinkefinger-Zeiger von den anderen hält.

Oftmals wird die Geste im stressigen Strassenverkehrs-Alltag verwendet. Doch Vorsicht: Besonders in Deutschland kann das richtig teuer werden. Ein Stinkefinger kann als Angriff auf die Ehre einer Person gewertet werden. Und ein Angriff auf die Ehre ist eine Straftat die im Fall eines gezeigten Stinkefingers bis zu 4000 Euro (!) kosten kann.

Auch in der Sportwelt ist der Stinkefinger die ultimative Geste, wenn man seine negativen Emotionen nicht mehr im Griff hat. Top-Schiri Busacca hat für seinen Fehlgriff noch harmlose drei Spielsperren erhalten.

Schlimmer erging es da schon dem deutschen Ex-Internationalen Stefan Effenberg. Das enfant terrible wurde nach seinem geschichtsträchtigen Stinkefinger 1994 an der WM in den USA von seinem Ziehvater und damaligen DFB-Coach Berti Vogts kurzerhand aus dem WM-Kader geschmissen. Auf eine Entschuldigung von Effe warten die Fans noch bis heute.

Klicken Sie sich durch die Diashow und erfahren Sie, wer es sonst noch in die schändliche Top Ten der zehn kleinen Stinkefingerlein geschafft hat.

Herkunft des Stinkefingers

Die Stinkefinger-Geste soll ein Phallussymbol darstellen, um den Gegner einzuschüchtern.

Bereits im antiken Rom und Griechenland war das Symbol bekannt und im mittelalterlichen England wurden Dieben kurzerhand der Mittelfinger abgehackt. Die Geste diente auch als Warnung, den anderen zu erschiessen.

Heute gelten Zeige- und Mittelfinger bei dem körper zugewandter Handfläche in England als «Fuck you».

Bis 1960 war die Geste in Deutschland und der Schweiz unbekannt. Danach wurde sie zuerst zum Sex-Aufruf verwendet, was sich in den 80er Jahren komplett änderte. Seither gilt auch hier die Geste als deutliches Antipathie-Zeichen und bedeutet soviel wie «Arschloch». (Quelle: Wikipedia)