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Die Bruchlandung des FCZ in Marseille ist die höchste Niederlage eines Schweizer Klubs in der Champions League. Trost finden die Kummerbuben vom Letzigrund allenfalls bei Schicksalsgenossen. Die Flop-ten der Sportgeschichte:
French-Open-Final der Frauen 1988. Die 17-jährige Weissrussin Natascha Zwerewa fordert im Final Steffi Graf – und kassiert die Höchststrafe: 0:6, 0:6 in 34 Minuten.
WM-Qualifikation 1996. Im ersten Spiel unter Nationaltrainer Rolf Fringer will sich die Schweiz in Aserbaidschan warm schiessen – und schlittert direkt in eine sporthistorische Pleite: 0:1. Das «Debaku» ist begründet. Im September 2008 macht Ottmar Hitzefeld gegen Luxemburg auf dem Letzigrund eine ähnliche Grenzerfahrung – allerdings ohne gravierende Langzeitschäden.
Fussball-WM 1978. Die Schmach von Cordoba. Titelverteidiger Deutschland fällt gegen Österreich bös auf die Nase 2:3 – und muss vorzeitig die Heimreise antreten. Ob es sich aber tatsächlich um eine Schmach handelt, ist Ansichtssache. In «Felix Austria» ist vom «Wunder von Cordoba» die Rede.
Fussball-WM 1994 in den USA. Im Final gegen Brasilien haut der italienische Kunstschütze Roberto Baggio im Penaltyschiessen den letzten Versuch in den Himmel – und versiebt den Titel. «Wenn ich ein Bild aus meinem Leben als Sportler tilgen könnte, wäre es dieses», sagt er später.
Olympische Winterspiele1964. Das deutsche Eislaufpaar Marika Kilius/Hans-Jürgen Bäumler gilt als haushoher Favorit. In der Heimat sind die Ehrenbriefmarken schon in Auftrag gegeben. Doch dann steht den beiden das Sowjetpaar Ludmila Belussowa/Oleg Protopopow vor der Sonne.
Fussball-WM 1954. Das ungarische Wunderteam ist seit 4 Jahren unbesiegt. Der Titelgewinn scheint nur Formsache. Da kommt die deutsche Auswahl und begründet das «Wunder von Bern».
Fussball-WM 1966. Italien stolpert über den Fussball-Zwerg Nordkorea – und muss nach der Vorrunde die Heimreise antreten.
Schwergewichts-WM 1990. Der als unbezwingbare geltende «Iron» Mike Tyson verliert gegen den 42:1-Aussenseiter Buster Douglas.
Fussball-EM-Qualifikation 1990. Österreich macht sich mit einem 0:1 gegen die Färöer zum Gespött der Sportwelt. Es war das erste Pflichtspiel der nordischen Hobbykicker nach Aufnahme in die internationalen Verbände. Der österreichische Nationaltrainer Josef Hickersberger erhält den Übernamen «Färöer-Pepi».
Olympisches Eishockeyturnier 1980. Die Sowjetunion hat in Lake Placid die Goldmedaille reserviert. Doch gegen eine Zufalls-Auswahl heroisch kämpfender amerikanischer College-Boys geht ihr die Luft aus. Das «Miracle on Ice» wird geschrieben.