Wird Herrliberg bald Fediberg? Hier baut Federer sein neues Reich

Roger Federer hat sich an der Goldküste ein riesiges Grundstück gekauft. Die Aussicht kostet ihn ein Vermögen.

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Platz Name Land Punkte
1 Andy Murray GBR 12560
2 Novak Djokovic SRB 11780
3 Milos Raonic CAN 5290
4 Stan Wawrinka SUI 5155
5 Kei Nishikori JPN 5010
6 Gael Monfils FRA 3625
7 Marin Cilic CRO 3605
8 Dominic Thiem AUT 3415
9 Rafael Nadal ESP 3195
10 Tomas Berdych CZE 3060
17 Roger Federer SUI 1980

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In Doha wollte sich der bekannteste Schweizer noch nicht in die Karten blicken lassen. «Es ist ja nichts Neues, dass ich mich umsehe. Ich habe schon ein paar Grundstücke und Häuser angeschaut», sagte Federer. Und dann fügte er an, er sei sehr zufrieden in Wollerau. «Ich bin nach wie vor offen für alles rund um den See.»

Dabei hat der Superstar längst zugeschlagen. Und zwar in Herrliberg, an allerbester Lage. Das rund 5800 Quadratmeter grosse – noch unbebaute – Grundstück an der Laubhölzlistrasse bietet einen grandiosen Blick auf den Zürichsee und die Alpen und grenzt seitlich an ein Waldstück. Es ist das letzte und oberste Fleckchen Erde in der Bauzone. Wobei «Fleckchen» für diese wunderbare Landschaft in unmittelbarer Nachbarschaft von SVP-Stratege Christoph Blocher masslos untertrieben ist. Über Federers kommt nur noch unverbaubare Wiese, der Himmel, dann Gott.

«So gut, wie er spielt, so wählt er auch sein Grundstück aus», sagt Herrlibergs Gemeindeschreiber Pius Rüdisüli. «Es ist eines der besten, das man haben kann. Da genügen nur Superlative.» Ganz billig dürfte der Zuschlag nicht gewesen sein. Gemäss der Zeitschrift «Bilanz» sind «vier- bis fünftausend Franken für den Quadratmeter Bauland üblich bei Seesicht, für Liebhabergrundstücke kann es auch mal bis zum Doppelten gehen».

Rechnet man für die Toplage 6000 Franken pro Quadratmeter aus, hätte Federer alleine knapp 35 Millionen Franken fürs Landbezahlt. Ein entsprechendes Anwesen kommt dazu. Für Federer, der bereits über eine Viertelmilliarde verdient haben dürfte, ein verschmerzbarer Betrag.

Tennisplätze in der Nähe

Der Tennisstar hat noch keine Baueingabe gemacht. Entsprechend dürfte er noch eine Weile in Wollerau wohnen bleiben. Steuertechnisch ist der Wechsel über den See ein schlechtes Geschäft. «Aber mit einem Steuerfuss von 78 Prozent liegen wir an sechster Stelle von 171 Zürcher Gemeinden», sagt Rüdisüli.

Was bietet Federers neue Umgebung sonst noch? Ein Kindergarten liegt ebenso nah wie die Plätze des TC Herrliberg. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich der Meister gleich noch einen eigenen Court zum neuen Haus baut. Platz genug hat es.

Publiziert am 06.01.2012 | Aktualisiert am 24.01.2012
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