King Roger im Interview Was sagten die Mädchen als Erstes zu Ihnen?

Roger Federer versucht nach diesem grandiosen Erfolg seine Gefühle zu erklären.

  • Publiziert: 09.07.2012
  • Von Cécile Klotzbach aus Wimbledon

Gewinnt Roger jetzt auch Olympia-Gold?»

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Roger Federer, fühlt sich dieser Sieg anders an als die anderen?
Alle Wimbledon-Titel sind speziell, man gewöhnt sich nie wirklich daran. Gegen Andy Murray war es aussergewöhnlich, unter dem Dach auch. Ja, er fühlt sich anders an. Und ich werde ihn ganz anders geniessen als mit 25, weil ich in meinem Leben stabiler bin. Dieses Mal ist es wohl noch etwas grösser, weil so viele Dinge zusammenkommen.

Haben Sie hier ein bestimmtes Schicksal?
Aus irgendeinem Grund fühle ich mich hier besser, warum, weiss ich nicht genau. Der Rasen lässt mich sofort vergessen, wie ich in Roland Garros gespielt habe, wo ich mich nie wohlgefühlt habe.

Denken Sie mit 30 daran, dass die Zeit rennt?
Ehrlich, so denke ich nicht. Jemand will immer als Erster mein Ende herbeischwören. Aber auch das ist eine Phase, die zu meiner Karriere gehört. Ich hatte ein tolles Jahr, nur leider haben das nicht immer alle gesehen. Aber der Druck liess dadurch nach. Mein letztes Aus in Wimbledon war hart, das US Open, wo ich nach Matchball verlor, auch. Danach versuchte ich gar nicht erst, mir die Trophäe auszumalen. Verrückt, jetzt ist es erledigt! Ich realisiere das noch gar nicht. Zum Glück habe ich vor Olympia noch etwas Zeit für Ferien mit meiner Familie.

Was bedeutet dieser Sieg für Sie als Vater?
Vor meiner Familie zu gewinnen ist ein ganz grosses Ding für mich! Die Menschen vergessen manchmal, dass ich Zwillinge habe und das eine riesige Herausforderung ist. Die Kinder verändern mein Leben massiv. Es ist wirklich nicht immer einfach. Ich spiele trotz ihnen mehr Tennis, das ist eigentlich nicht normal. Dazu brauchts ein starkes Umfeld und eine ganz starke Frau – die habe ich.

Was sagten Ihre Mädchen als Erstes zu Ihnen?
Ich habe sie noch gar nicht gesehen. Nur vom Platz aus auf der Tribüne – das war ein unglaublicher Moment in meiner Karriere, in meinem Leben. Das ist einfach herzig, auch fürs Mami. Es war immer schon Mirkas Traum, dass die Kinder mich so erleben.

Macht das jetzt Hunger auf noch mehr?
Keine Ahnung, was dieser Sieg jetzt auslöst. Olympia könnte für mich gleich morgen beginnen. Aber das wäre völlig falsch. Ich muss erstmal langsam runterkommen, das alles ist sehr anstrengend.

Was ist schöner – der siebte Titel in Wimbledon oder wieder die Nummer 1 der Welt zu sein?
Beides ist grossartig. Die Nummer 1 konnte ich mir schon länger ausrechnen. Aber mich freuts, dass ich dem Druck standhalten konnte. Es war mental schwierig. Vom siebten Sieg und dem Sampras-Rekord wird schon seit meinem sechsten Sieg 2009 geredet. Der 17. Major-Titel setzt noch einen drauf, obwohl ich schon den 16. nicht fassen konnte. Und dass dies alles in Wimbledon passiert, ist das Grösste.

Beliebteste Kommentare

  • Hässig  Stefan , via Facebook
    An alle Kritiker!!!! Roger ist einfach THE KING!!! Er war, ist und wird es für immer sein!!!!

    Gratuliere dir von ganzem Herzen Roger und ich habe nie an dir gezweifelt!!!
  • Neal  Widmer , Bern , via Facebook
    Es gibt mental keinen besseren Zeitpunkt, den Thron wieder zu besteigen. Das gibt ihm Selbstvertrauen für sein Ziel Olympischen Spiele. Ich hoffe, dass er dieses mal auch im Einzel eine Medaille holt, aber genau so wünsche ich mir, dass er mit Stan zusammen die Massen entzückt. Anyway, Grande Roger, Gratulation zu deinem hochverdienten Wimbledon-Triumph!

Alle Kommentare (19)

  • Michael  Guidara , Oberglatt , via Facebook
    Ein ganz wichtiges Interview und ich bin ein wenig verwundert, wer kein Federer Fan ist wird gleich schräg angemacht, ein Armutszeugnis für unser Land.
    • 09.07.2012
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  • Sandro  Donada , Neuenhof , via Facebook
    Lieber Roger möchte dir hiermit nur gratulieren wenn ich an deine Leistungen der letzten 10 Jahre zurückdenke dann könnte ich jedes mal vor stolz weinen.Danke an den grössten aller Zeiten!
    Sandro
  • Brigitte  Jaun , via Facebook
    Verneige mich tief vor Roger Federer. In der Geschichte des Tennis hat es noch ein solches Talent gegeben. Die Schweiz kann stolz auf ihren grössten Schweizer Sportler sein. Nebst all den negativen Schlagzeilen, welche wir immer wieder über uns ergehen lassen müssen, ist es einfach eine Wohltat für die Seele. GRATULATION!!
  • Ines  Genge , Biel
    Ob Das wirklich so kinder-freundlich ist , dass diese beiden Mädchen absolut auf die tribüne gehören ? Man soll ja nicht andere Menschen werten - jedoch finde ich es doch zu ehrgeizig von diesen Eltern , dass diese kleinen Menschen-Kinder dort sein sollen .
    • Lars  Hug
      Wo ist das Problem?! An jedem Fussball, Hockey Match usw. findet man Kinder ab vier. Dürfen diese beiden das nicht machen, weil Sie Federer heissen?
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Ines  Genge , Biel
      • 69
      • 5
    • Liz  Marti
      Soviel ich sehen konnte, sind die Kinder erst am Ende in dieBox gekommen.Wozu diese Aufregung?
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Ines  Genge , Biel
      • 49
      • 4
    • Maarty  Schatt , Biel
      Die Kinder sind erst zur Siegerehrung gekommen. Das ist nun wirklich kein Problem!
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Ines  Genge , Biel
      • 31
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    • Carla  Schär , Gottmadingen
      ...ein Moment: Die beiden Mädchen waren während dem Match n i c h t dabei, erst als die Siegerehrung begann! Und das ist doch wohl keine Überforderung für die Kinder, mal eben 10-15 Min. zuzusehen, wie ihr Pappa geehrt wird, auch wenn sie es noch nicht verstehen, was da vorne abläuft, oder?
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Ines  Genge , Biel
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  • Mario  Hölzinger
    Federer ist ja nicht mal richtiger Schweizer. Dafür schämt er sich wohl. Anders kann ich mir seinen Doppelpass Staus nicht erklären.Er war sich sogar zu fein seinen Wehrdienst für die Schweiz zu leisten. Solche Leute brauchen wir nicht. Ich schäme mich für so einen Schein-Eidgenossen.
    • Lukas  Metzger , Lucerne , via Facebook
      Das ist ja nur noch peinlich.... einen solchen Kommentar über den besten Schweizer Sportler aller Zeiten zu schreiben ist hirnrissig und überflüssig.
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Mario  Hölzinger
      • 169
      • 9
    • Franz  Steiger
      Mich nerven all die Leute, die in letzer Zeit nur noch über Schein-Eidgenossen, nicht vollblütige Schweizer und ähnliches zu diskutieren scheinen. Das grenzt schon fast an braunen Filz. Sie sollten sich einfach nur schämen!
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Mario  Hölzinger
      • 60
      • 4
    • Michael  Guidara , Oberglatt , via Facebook
      Kann hier keiner mehr auch mal seine Meinung gegen Federer mitteilen, wo sind wir hingekommen? Es gibt nicht nur pro Federer Leute in der Schweiz, muss auch akzeptiert werden!
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Mario  Hölzinger
      • 8
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    • Mario  Hölzinger
      1. 2 Staatsbürgerschaften
      2. Wehrdienst verweigert
      3. Sträubt sich die Schweizer Fahne bei Olympia zu tragen
      4. Ist sich zu fein mit den anderen schweizer Olympia Teilnehmern in einer gemeinsamen Unterkunft zu wohnen.

      Sorry Leute, aber ich habe wirklich noch nie einen Prominenten der Schweiz erlebt der so eine Anti-Schweiz Einstellung hat.Man hat den Eindruck er schämt sich für Land und Leute.
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Mario  Hölzinger
      • 8
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6 Tomas Berdych CZE 4685
7 Juan Martin Del Potro ARG 4320
8 Jo-Wilfried Tsonga FRA 3795
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10 Stanislas Wawrinka SUI 2630

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