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Der lange Mann war einer von zwei Hauptdarstellern eines denkwürdigen Tennismatches. Elf Stunden und fünf Minuten lang fightete er in Wimbledon mit Nicolas Mahut. 70:68 hiess es am Ende zugunsten des Amerikaners.
Auf einen Schlag waren Isner und Mahut weltberühmt. Für das längste Match der Geschichte.
Beim Auftritt in New York erzählt Isner nun, dass ihm das unendlich scheinende Spiel nicht nur gut getan hat. Physisch, mental, emotional.
«Früher im Sommer, als ich mich körperlich nicht hundertprozentig wohl fühlte, war es ein wenig mühsam. Aber jetzt ist es okay. Ich weiss, dass ich darüber für den Rest meines Lebens werde Fragen beantworten müssen.»
Als er beim Turnier in Washington antrat, fühlte er sich lustlos, müde, verloren. Er liess darauf Toronto sausen, ging heim und stellte das Handy für vier Tage aus. Mahut ging es ähnlich. Die beiden mussten die Strapaze zuerst verkraften – in jeder Hinsicht.
Isner sagt, er wolle als Top 20-Spieler wahrgenommen und respektiert werden, nicht als langer Spieler aus dem längsten Spiel der Geschichte. Das aber braucht Zeit, weitere wichtige Siege, die eine eigene Geschichte haben.
Heute Freitag (cirka 19 Uhr Schweizer Zeit) trifft er auf Marco Chiudinelli. Länger als in Wimbledon wird das Spiel auf keinen Fall. Denn die US Open haben einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Hier spielt man auch in einem fünften Satz ein Tie-Break.
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John Isner am US Open. (Keystone)