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Spinnen die Ösis?: Jetzt müssen sie sogar Schweizer Sportler ehren!

Die Ösi-Post schiesst den Vogel ab! Sie bringt eine Sportler-Briefmarke raus – mit unserem Roger Federer drauf!

Von Wladimir Steimer | Aktualisiert um 15:54 | 08.02.2010
Mit dieser Briefmarke bezirzen die Ösis unseren Roger! (Österreichische Post AG)
10. April, 2007, Basel: Die Schweizer Post macht den Baselbieter Roger Federer zur lebenden Legende. Das Tennis-Wunder darf seine eigene Schweizer Briefmarke präsentieren, eine Ehre, die vor ihm noch keiner lebenden Person zuteil wurde. (Keystone)
(Post)
So sieht die Küttel-Marke aus. (ZVG)
Die Österreichische Post ehrte auch schon Formel 1-Weltmeister Niki Lauda mit einer eigenen Briefmarke. (Keystone)
Wollen denn die Ösis unseren Superstar klauen? Soll aus Roger plötzlich «Rogerl» werden? Auf jeden Fall müssen unsere Nachbarn ziemlich verzweifelt sein.

Denn jetzt bringt die Österreichische Post eine neue Briefmarke in Umlauf – mit unserem King Roger Federer in Aktion drauf!

Am 8. Februar soll sie erscheinen, die Federer-Marke. Die Ösi-Post will damit auf ihre Weise den «besten Tennisspieler der Welt» ehren.

300´000 Stück Federer haben sie produziert. Die Briefmarkenkünstlerin Renate Gruber hat das Teil entworfen. Für 65 Cent ist sie zu haben.

Warum aber ehren die Ösis nicht einen eigenen Sport-Star und müssen auf einen Schweizer ausweichen?

Einen Gregor Schlierenzauer oder einen Reinfried Herbst will wohl niemand abschlecken. Bei unserem Roger aber läuft den Ösis das Wasser im Mund zusammen. Nicht gerade ein Vertrauensbeweis an die eigenen Athleten – so kurz vor den Olympischen Spielen!
Das grosse Federer-Dossier
Wimbledon 2003: Federer – Philippoussis 7:6, 6:2, 7:6. (Keystone)
Australian Open 2004: Federer – Safin 7:6, 6:4, 6:2. (Keystone)
Wimbledon 2004: Federer – Roddick 4:6, 7:5, 7:6, 6:4. (Keystone)
US Open 2004: Federer – Hewitt 6:0, 7:6, 6:0. (Keystone)
Wimbledon 2005: Federer – Roddick 6:2, 7:6, 6:4. (Keystone)
US Open 2005: Federer – Agassi 6:3, 2:6, 7:6, 6:1. (Keystone)
Australian Open 2006: Federer – Baghdatis 5:7, 7:5, 6:0, 6:2. (Keystone)
Wimbledon 2006: Federer – Nadal 6:0, 7:6, 6:7, 6:3. (Keystone)
US Open 2006: Federer – Roddick 6:2, 4:6, 7:5, 6:1. (Keystone)
Australian Open 2007: Federer – Gonzalez 7:6, 6:4, 6:4. (Keystone)
Wimbledon 2007: Federer – Nadal 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2. (Keystone)
US Open 2007: Federer – Djokovic 7:6, 7:6, 6:4. (Keystone)
US Open 2008: Federer – Murray 6:2, 7:5, 6:2. (Keystone)
French Open 2009: Federer – Söderling 6:1, 7:6 (7:1) und 6:4. Federer ist nach Rod Laver, Björn Borg und Rafael Nadal der vierte Spieler der Geschichte, der gleichzeitig Titelträger in Roland Garros und Wimbledon ist. (Reuters)
Wimbledon 2009: Federer – Roddick 5:7, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 3:6 und 16:14. Es ist Federers 15. Grand Slam-Titel. (Reuters)
Australian Open 2010: Federer – Murray 6:3, 6:4, 7:6 (13:11). Es ist Federers erster Grand Slam-Titel als Vater. (Reuters)
Roger Federer baut in Melbourne einen Wahnsinns-Rekord aus. Gegen Murray holt Federer seinen 16. Grand-Slam-Titel und hängt Pete Sampras (14) ab. Der Final an den Australian Open ist sein 22. auf Stufe Grand Slam – ebenfalls Rekord! (AP)
Ähnlich gut ist nur Ivan Lendl, der 19 Mal in einem Final stand. Den Rekord von Sampras bricht Federer in Wimbledon. (Reuters)
Nur sechs Spielern gelang es, in ihrer Karriere alle vier Major-Turniere zu gewinnen. Neben Andre Agassi ist Roger zudem der Einzige, der dies auf drei verschiedenen Belägen geschafft hat. (AP)
Roger Federer in Melbourne 2006. Ein geschichtsträchtiger Moment: Federer ist der erste Spieler neben Richard Sears, der seine ersten sieben Grand-Slam-Finals für sich entscheidet. Beim French Open bricht anschliessend seine Serie. (Reuters)
Keinem ausser dem Schweizer gelang es, drei verschiedene Grand-Slams-Turniere mindestens dreimal zu gewinnen. Federer schaffte – neuerdings – vier Triumphe beim Australian Open, fünf beim US Open und sechs in Wimbledon. (Sven Thomann)
Federer nimmt zum fünften Mal in Folge die Trophäe in Wimbledon entgegen. Diese Siegesserie gelang ihm auch beim US Open. Diese Kombination hat sonst keiner geschafft (Wimbledon 2003-2007, US Open 2004-2008). (Keystone)
Mit der Final-Qualifikation für Wimbledon 2009 stellt Roger Federer einen weiteren unglaublichen Rekord auf. Zum siebten Mal in Serie steht er beim wichtigsten Tennisturnier der Welt im Endspiel. Das gabs noch nie. (Keystone)
Federer hat bei jedem Major-Turnier mindestens viermal das Finale erreicht. Ausser ihm schaffte das niemand. Leider ging er nicht immer als Sieger vom Platz. Wie hier gegen Rafael Nadal in Paris 2007. (Romina Amato)
In Wimbledon stand Roger Federer in seinem 21. Grand-Slam-Halbfinal in Folge. Das gelang noch keinem anderen Spieler. Und: Rogers Serie dauert immer noch an. Mittlerweile steht er bei 23! (Reuters)
2007 schafft Federer den Triumph in Melbourne ohne einen einzigen Satz abzugeben. Roger ist der erste Spieler seit Björn Borg in Paris 1980, dem das gelingt. Ausserdem blieb der Schweizer beim folgenden French Open weitere vier Runden ohne Satzverlust, womit er auf ein Total von insgesamt 36 gewonnenen Grand-Slam-Sätzen in Folge kommt. Das ist, sie ahnen es, Rekord! (Romina Amato)
Auch in Übersee ist er äusserst stark. Als einziger Spieler schafft er das Double in Indian Wells und Miami zweimal in Folge. Ausserdem konnte er als einziger neben Andre Agassi und Michael Chang mindestens einmal bei den Turnieren von Indian Wells, Miami, Kanada und Cincinnati gewinnen. Er ist aber der Einzige, der allesamt auch zweimal gewann. (Reuters)
Auch ausserhalb der Stufe Grand Slam schlägt Federer zu. 2005 gewinnt er in der damaligen Kategorie «Masters 1000» als erster Spieler überhaupt vier Turniere. Im Jahr darauf wiederholt er dieses Kunststück. (Sven Thomann)
2005 demütigt Federer seinen Gegner Gaston Gaudio beim Masters Cup in Shanghai mit 6:0, 6:0. Eine Brille ist beim Tour-Finale noch keinem anderen Spieler gelungen. Ausserdem gelang es neben Federer nur Ivan Lendl (1987/88), den Saisonabschluss zweimal in Serie für sich zu entscheiden (2003/2004, 2006/2007). (Reuters)
Keiner hielt sich so lange an der Spitze der Tennis-Weltrangliste wie Roger Federer. Am 26. Februar 2007 brach er den Rekord von Jimmy Connors (160 Wochen). Rund sechs Monate später zieht Federer auch an Steffi Graf vorbei, die sich während 186 Wochen an der Spitze hielt. Bis zum 18. August 2008 hielt sich Federer 237 Wochen auf dem Tennis-Thron – Einsame Spitze! (AP)
Keiner sammelte so fleissig Punkte wie Roger Federer. 2006 sammelte er im Champions Race 1674 Punkte, was Bestmarke bedeutet. In der Weltrangliste kam Federer so auf 8370 Punkte. Das ist ebenfalls Rekord. Vorher knackte Federer schon als erster Spieler die Marken von 7000 und 8000 Punkten. (Reuters)
Um diese Rekorde zu schaffen brauchte es zahlreiche Siegesserien des Schweizers. Zwischen 2003 und 2005 gelangen Federer 26 Siege in Folge gegen Spieler aus den Top Ten. (Sven Thomann)
Eine Serie, die 2005 endete, ist diejenige von Finalsiegen in Folge. 24 gelangen dem Schweizer. (Reuters)
Dem Schweizer gehören die Rekorde für die längsten Siegesserien auf Hartplatz und Rasen. Auf Hartplatz realisierte Federer zwischen 2005 und 2006 56 Siege. Auf Rasen ist die Bilanz noch eindrücklicher: Zwischen 2003 und 2008 blieb Federer 65 Mal ungeschlagen. Die Serie endete im Final von Wimbledon gegen Rafa Nadal. (Keystone)
Auch beim Preisgeld ist Federer ganz weit vorne. 2006 verdiente der Schweizer so viel wie sonst keiner vor ihm in einer Saison. 8´343´885 US-Dollar erspielte sich Roger und brach damit Pete Sampras´ Rekord, der auf knapp 6,5 Mio US-Dollar kam. 2007 steigerte Federer seinen eigenen Rekord auf über 10 Millionen. Mittlerweile steht Roger Federer auch beim Karriere-Total vor allen anderen. (Sven Thomann)
Das sagen Blick.ch-Leser
Jocco Aeberhard, Winkel-Rüti - 18:46 | 03.02.2010
» Bravo Ösis, werde Euch besuchen diesen Sommer, yup Servus
Till E. Spiegel, Burgdorf - 18:25 | 03.02.2010
» Eine sehr schöne Marke - gratuliere. Dass ein österreichischer Sportler, und übrigens auch ein anderer Schweizer, jemals auf eine Briefmarke kommen werden, ist fast ausgeschlossen. Es braucht über Jahre eine so konstante Leistung ohne wenn und aber auf allen Kontinenten, dass man diese Ehre verdient. Dazu braucht es noch einen exzellenten Charakter der als Vorbild gelten darf. Schlechte Vorbilder kennen wir genug.
Luis Livers, 7165 Breil/Brigels - 18:14 | 03.02.2010
» @ Zero Below, wien - 15:48: Nehmen Sie nichts für bare Münze; wohl 95 % der Schweizer mögen euch, die Witze dienen nur der Belustigung. Ich z.B. spiele sogar Fussball in Austria (Koblach), etwa 110 Km entfernt von Brigels. Tolle Typen, kenne diese Herren seit etwa 13 Jahre. Und SIE sind herzlich in die Romanische Schweiz (Breil, Nähe Chur) eingeladen:-).
Marco Pfiffner, flims - 18:14 | 03.02.2010
» HERR Büschi, was ist Ihr Problem. Roer Federer ist im Gegensatz zu den CH - Banker eine Person wo man noch Stolz sein kann als Schweizer.
Marco Pfiffner, flims - 18:01 | 03.02.2010
» An die Blick Redaktion, habt Ihr keine grösseren Probleme? Es sollte doch für die Schweiz eine Ehre sein....
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