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Der Argentinier Brian Dabul (ATP 94) nimmt es zumindest mit Humor, zieht die Augenbrauen hoch und grinst. Was soll er nach diesem Schlag schon tun? Denn Roger Federer versprüht beim Stand von 6:1, 5:3, 30:40 einen Zauber auf dem Centre Court. Nach einem Lob Dabuls sprintet er bis weit hinter die Grundlinie. Kurz vor dem Ende des Platzes schlägt er den Ball zwischen den Beinen hindurch und passiert seinen Gegner perfekt. Die 23000 erheben sich zu einer Standing Ovation.
«Vergebene Breakchancen sind Pauls Schuld»
Es ist ein Schlag mit Déjà-vu-Effekt. Denn vor einem Jahr gelang ihm hier in den Halbfinals gegen Novak Djokovic ein fast identischer Coup. «Schön, dass ich das mit euch teilen durfte», sagt Federer nach dem überzeugenden 6:1, 6:4, 6:2 zu den Fans. Der Star lebt von solchen Momenten. Im Platzinterview neckt ihn Darren Cahill. «Was soll Dir denn der neue Coach Paul Annacone noch beibringen? Es gibt ja nichts mehr zu tun.» Federer: «Ja, die Kinder muss ich nur noch in den Griff kriegen. Und an den vergebenen Breakchancen ist selbstverständlich Paul schuld.»
Nächster Gegner: Andreas Beck
Wenn man nach der starken Vorstellung das Haar in der Suppe suchen will, sind es tatsächlich die nicht verwerteten Breakbälle. Er verwertet nur fünf von 19. «Das spielt jetzt keine Rolle», sagt ESPN-Kommentator John McEnroe, «aber gegen die guten Leute kann ihn diese Nachlässigkeit das Match kosten.»
Der Schweizer ist jedenfalls auf Kurs. Sein nächster Gegner heisst am Donnerstag Andreas Beck (De, ATP 104).