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Stanislas Wawrinka (ATP 26) springt in die Bresche, die Roger Federers überraschende Niederlage in Rom hinterlassen hat. Der 25-jährige Lausanner spielt seine gute Sandform, die ihm den Turniersieg in Casablanca und die Achtelfinal-Qualifikation in Monte Carlo einbrachte, auch im Foro Italico aus.
Am Mittwoch hatte Wawrinka gegen den Tschechen Berdych (ATP 14) erstmals in diesem Jahr gegen einen besser klassierten Spieler gewonnen – in einem Drei-Stunden-Marathon! Ein Tag später, von Müdigkeit keine Spur.
In den Achtelfinals fegt der Schweizer French-Open-Finalist Robin Söderling (ATP 7) regelrecht vom Platz. Der Schwede, letzte Woche Finalist in Barcelona, hat beim 6:3, 6:2 keine Chance. In einem hochklassigen ersten Satz reicht dem Waadtländer ein Break zum 4:2. Eindrücklich: Nachdem er zwei Satzbälle vergeben hat, macht Wawrinka den Sack mit einem Ass zu.
Im zweiten Durchgang steht dann praktisch nur noch der Schweizer auf dem Platz. Nach nur 77 Minuten verwertet er gleich seinen ersten Matchball zum souveränen 6:3, 6:2. Die eindrückliche Bilanz: 21 Winner und nur 12 unerzwungene Fehler.
Nächster Gegner im Viertelfinal vom Freitag ist Sandkönig Rafael Nadal, der Victor Hanescu 6:3, 6:2 besiegte. Es ist in Wawrinkas aktueller Form ein ausgesprochen reizvolles Duell!
Rom war für die Schweizer Nummer 2 schon vor zwei Jahren ein gutes Pflaster. Damals erreichte er mit Siegen über die Stars Safin, Murray, Ferrero, Blake und Roddick den bisher einzigen Masters-1000-Final (Niederlage gegen Djokovic). Diesmal ist der Erfolg über Söderling der erste Sieg gegen einen Top-10-Spieler seit letztem Oktober (in Schanghai gegen Roddick dank Verletzung des Amis).
So süss: Baby Alexia schläft in Wawrinkas Arm.- Stéphane Haymoz