Duell der Goldjungen Stan schickt Roger in die Flitterwochen!

  • Publiziert: 16.04.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Christian Bürge

MONTE CARLO - Stan Wawrinka hat die Premiere geschafft und im Schweizer Duell Roger Federer mit 6:4, 7:5 bezwungen. Für den Romand ist das ein grosser Schritt. Für Federer ein bitterer Moment.

Dass der 24-jährige Lausanner spielerisch derzeit nicht weit hinter Federer liegt, wusste man. Aber dass er auch im Kopf genug stark ist, sein grosses Vorbild zu bezwingen, wurde im Vorfeld stark bezweifelt.

Wawrinka nutzte zwar wenige seiner vielen Breakchancen, doch einmal im ersten und zweimal im zweiten Satz packte er zu – genug für den Sieg.

Federer im Tief, Wawrinka im Hoch

Der Triumph der Nummer 16 gegen die Nummer 2 passt ins Bild der vergangenen Wochen. Federer war trotz zwei Halbfinal-Teilnahmen in Indian Wells und Miami nie auf sein gewünschtes Niveau gekommen, legte in Florida gegen Novak Djokovic gar eine katastrophale Leistung hin.

Stan Wawrinka hingegen musste sich sowohl gegen Novak Djokovic als auch gegen Rafael Nadal in allen Sätzen jeweils nur in den Tie-Breaks geschlagen geben. Seine Formkurve zeigte nach der sechswöchigen Pause nach den Australian Open stark nach oben.

Roger verliert wertvolle Punkte

Wie viel Wert dieser Sieg für Wawrinka hat, kann man nur erahnen. Doch die Gewissheit, dass er an einem guten Tag die Besten nicht nur in Bedrängnis bringen, sondern sie auch bezwingen kann, ist fast unbezahlbar.
Roger Federer seinerseits hat noch nicht in den Rhythmus auf Sand gefunden. Der dreifache Finalist von Monte Carlo verliert damit über 600 Punkte aus dem Endspiel vom Vorjahr.

Die Weltrangliste ist für ihn derzeit aber sowieso zweitrangig. Er muss in Rom und Madrid das Vertrauen in sein Spiel zurückerlangen. Nach dieser erneut bitteren Niederlage kein einfaches Unterfangen.

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