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Der Romand Stanislas Wawrinka steht in Miami in den Achtelfinals. Mit einem hart umkämpften 4:6, 6:3 und 6:3-Sieg gegen den Russen Igor Andrejew verdiente sich Stan ein Duell mit der Weltnummer 1, Rafael Nadal.
Genau zweieinhalb Stunden benötigt Stan Wawrinka (24, ATP 17), um Igor Andrejew (25, ATP 21) – den Russen mit der gewaltigen Vorhand – niederzuringen. «Ich war mental stärker», analysiert der Lausanner. «Ich bin auch nach dem verlorenen Startsatz immer dran geblieben, und schliesslich habe ich ihn geknackt.»
Der nächste Gegner wird nicht einbrechen, egal wie sehr ihm Stan auf die Pelle rückt. In der Night Session (ab 3 Uhr Schweizer Zeit) wird Wawrinka auf dem Center Court vor 13800 Zuschauern versuchen, am Fels Rafael Nadal (22) zu rütteln.
Federer gegen Comeback-Wunder
Der Romand hat der Weltnummer 1 in drei Anläufen – alle im Jahr 2007 – noch nie einen Satz abnehmen können. «Ich habe seither grosse Fortschritte gemacht», sagt Wawrinka. Allerdings: «Nadal auch!»
Glaubt er wirklich an eine Siegchance? «Ich muss sehr gut aufschlagen, sehr gut retournieren, jede Chance nützen.» Auch Nadal verliere ab und zu. Stans Ziel: «Ich muss den Match meines Lebens spielen!». Wenn das dann trotzdem nicht reiche, sei Nadal einfach zu gut gewesen.
Bereits vor Wawrinka ist Roger Federer (27) gefordert. Der Weltranglistenzweite und zweifache Miami-Sieger (2005 und 2006) trifft um ca. 22.30 Uhr auf das Comeback-Wunderkind Taylor Dent (27, ATP 467). Der Kalifornier lag 2007 wegen eines Wirbelschadens im Rücken rund ein Jahr lang völlig flach und konnte das Bett nicht verlassen.
Keiner traute ihm zu, jemals wieder Tennis zu spielen. Nun ist er zurück und will gegen Federer mit seinem attraktiven Serve-and-volley-Spiel eine Sensation schaffen. Wie 1998 bei den Junioren, als er den Schweizer auf Rasen in der bisher einzigen Begegnung in drei Sätzen bezwang. (M.H.)