«So en Saich!» Federer wütend über verpasste Chancen: Djoker gnadenlos

Wind, Unterform und ein starker Novak Djokovic sind zu viel. Roger Federers Niederlage ist nur logisch.

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Wer gewinnt die French Open?»

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Der Ärger des Schweizers ist verständlich. «Wenn ich so oft vorne liege, muss ich wenigstens einen der ersten beiden Sätze gewinnen. Alleine im zweiten lag ich ja dreimal vorne und so nen Saich», enerviert er sich. «Es tut weh, dass ich das nicht ausnützen konnte. Denn nach dem langen Ballwechsel sah er richtig müde aus.»

Roger Federers sechste Niederlage in den letzten sieben Vergleichen mit dem Serben hat verschiedene Gründe.

Gegen die weltbesten Defensivspieler Rafael Nadal und Novak Djokovic muss er es sein, der das Spiel in die Hand nimmt, attackiert, die Ballwechsel so kurz wie möglich hält. Federer wählt gegen die Nummer 1 die richtige Taktik, greift an, drückt aufs Tempo, wird belohnt und breakt mehrmals. Doch das Risiko, dass er bei den böigen Bedingungen nehmen muss, ist gross. Auf Dauer zu gross.

Djokovics beidhändige Rückhand ist im Wind weniger fehleranfällig als Federers einhändige. Der Service streikt unter diesen Bedingungen zu oft. Ein 3:0, 4:2 und 5:4 reicht nicht für den zweiten Satz, weil Djokovic ausgezeichnet retourniert und Federer Mal für Mal gnadenlos bestraft. Mit der Sicherheit von zwei Sätzen im Rücken fällt dem Serben schliesslich alles noch ein wenig leichter.

Federer überzeugt in Paris in keiner Weise

Federer fehlt im Vergleich zum Vorjahr aber ganz einfach auch die Form, um zu bestehen. In Paris überzeugt er in keiner Runde. Selbst das starke Comeback gegen Juan Martin Del Potro ist eher den körperlichen Beschwerden des Argentiniers zuzuschreiben, als Federers durchaus respektabler Leistungssteigerung.

«Das war eine harte Sandsaison für mich», sagt er – trotz dem Titel in Madrid. Eine Hüftverletzung, die er sich vor dem Turnier in der spanischen Hauptstadt zuzieht, wirft ihn etwas zurück. So dass er gestern zugibt: «Physisch war ich auf Sand nicht in der besten Verfassung.»

Er freut sich auf die Rasensaison, die vor der Türe steht. Schon nächste Woche tritt er in Halle an, Ende Juni dann in Wimbledon, einen Monat später bei Olympia in Wimbledon. Beim Trip nach Deutschland hat er etwas gutzumachen, weil er vergangenes Jahr spät absagte und dafür hart kritisiert wurde. «Wenn ich spiele, will ich dem Publikum auch richtig was bieten», sagt Federer. «Ich fahre nicht für zwei Spiele dahin, um schnell das Geld abzuholen.»

Derweil kämpfen Novak Djokovic und Rafael Nadal weiter um den grossen Preis.  Djokovic hat die Chance, am Sonntag als erster seit Rod Laver 1969 Titelhalter aller vier Grand-Slam-Turniere zu sein. Gelänge der sogenannte Djoker-Slam – nur die vier Siege im selben Kalenderjahr gelten als echter Grand-Slam –, wäre dies bei der Konkurrenz mit Rafael Nadal und Roger Federer eine unglaubliche Leistung.

Alle Kommentare (9)

  • Oskar  Habegger
    Nein, RF muss nicht verrückt auf sich selber sein. Er muss sich nur endlich eingestehen, dass er wohl gegen Unterklassige noch ein paar Chancen hat, aber wenn es dann um die Top Four geht, dann ist eben Ende. Leider. Die sind einfach besser und RF sollte langsam ans Abtreten denken.
    • 09.06.2012
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  • Christian  Dürig , Bern
    Federer hat seine Schnelligkeit und Phantasie verloren. Routine genügt nicht zum Siegen. Wenn Sie leiden, Herr Federer, dann treten Sie ab. Basta.
    • 09.06.2012
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  • Jean -Jacques  Schenker , Basel
    Roger hatte sicher nicht seinen besten Tag. Er hat Djokovic den Sieg geschenkt; bei so vielen Eigenfehlern. Djokovic hat bis jetzt ja auch nicht ueberzeugt. Alles andere als ein Sieg Nadals im Endspiel, waere eine Riesenueberraschung. Er putzt den Joker in drei Saetzen vom Platz.......
    • 09.06.2012
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  • werner  baumann , luzern
    Ja Roger das war ein Seich.Aber lass bitte nicht nach.Es kommt schon wieder.Viel Glück.Es ist schon viel geholfen wenn man seine Fehler selber einsieht
    • 09.06.2012
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  • Carla  Schär , Gottmadingen
    ...Roger sieht das richtig, er hätte mindestens einen oder 2 Sätze gewinnen müssen...aber es hat nicht sollen sein...schade!
    Ich weiss nicht, ob es ein Trost ist für ihn, dass er ja niemandem mehr was beweisen muss, aber natülich für sein Selbstvertrauen wäre es gut,und solange er spielt will er ja auch gewinnen...aber alles kann man eben nicht gewinnen!Schauen wir einfach mal,
    w o die Jüngeren stehen, wenn sie mal 31 sind...
    Ich respektiere es, Djokovic ist im Moment...ja sogar seit 2011 wirklich mehr als gut!
    • 09.06.2012
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Platz Name Land Punkte
1 Novak Djokovic SRB 11510
2 Roger Federer SUI 9280
3 Rafael Nadal ESP 8195
4 Stan Wawrinka SUI 5385
5 Tomas Berdych CZE 4485
6 David Ferrer ESP 4465
7 Kei Nishikori JPN 4355
8 Andy Murray GBR 4295
9 Marin Cilic CRO 4195
10 Milos Raonic CAN 3930

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