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Der König ist tot, es lebe der König. Titelverteidiger Rafael Nadal muss schon vor Turnierbeginn seine Träume auf einen neuerlichen Triumph in Wimbledon begraben. Der Weg ist frei für einen neuen Champion.
Roger Federer, fünffacher Sieger, geht als unumstrittener Favorit ins Turnier. Der Baselbieter ist neben 2002-Sieger Lleyton Hewitt (Aus) der einzige Teilnehmer, der in Wimbledon bereits als Turniersieger vom Platz ging. Kein Wunder: Federer hat in den letzten sieben Jahren nur eine (!) Niederlage auf Gras verdauen müssen.
Buchmacher setzen auf Murray
Neben Federer und Nadal ist Andy Roddick der konstanteste Rasen-Spieler der letzten Jahre. Der Amerikaner mit dem Hammer-Aufschlag stand schon zwei Mal im Endspiel (2004/2005) und erreichte 2003 den Halbfinal, wo er jeweils an Federer scheiterte.
Doch bei den Buchmachern gilt der Schotte Andy Murray als erster Herausforderer Federers. Der Publikumsliebling scheiterte im Vorjahr im Viertelfinal an Rafael Nadal und gewann zuletzt das Vorbereitungsturnier im Queens Club.
Djokovic will Rache
Der Serbe Novak Djokovic hat in diesem Jahr bei Grand-Slam-Turnieren bisher nicht glänzen können. Beim Australian Open musste der «Djoker» wegen eines Hitzestaus im Viertelfinal die Segel streichen. In Paris scheiterte er sensationell in der dritten Runde an Philipp Kohlschreiber (D)
In Wimbledon möchte sich Djokovic auch für die Pleite im Vorjahr revanchieren, als er schon in der zweiten Runde hängen blieb. Zuvor hatte der Mann aus Belgrad 2007 immerhin den Halbfinal erreicht.
Wer wird die Überraschung?
Gespannt sein darf man auch auf den Auftritt von French-Open-Finalist Robin Söderling. Obwohl der Schwede in Wimbledon nie über die dritte Runde hinaus gekommen ist, gilt er als heisser Anwärter.
Auch für Aussenseiter bieten sich in Wimbledon Chancen. Im Vorjahr scheiterten Rainer Schüttler (D) und Marat Safin (Rus) erst im Halbfinal. Überraschungen sind also auch in diesem Jahr nicht auszuschliessen.