Schwarze Liste der Tennis-Stars: Auch Schweizerin im Visier der Wettbetrüger

Die Affäre um die Wett-Manipulationen hält die Tennis-Welt in Atem. Eine 41-köpfige Spieler-Liste mit Namen, die 2011 publik wurde, erscheint nun in einem ganz anderen Licht.

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Tennis

Platz Name Land Punkte
1 Novak Djokovic SRB 16950
2 Andy Murray GBR 8915
3 Roger Federer SUI 6425
4 Rafael Nadal ESP 5335
5 Stan Wawrinka SUI 5035
6 Kei Nishikori JPN 4155
7 Milos Raonic CAN 3175
8 Dominic Thiem AUT 3175
9 Tomas Berdych CZE 2950
10 Richard Gasquet FRA 2905

Tennis

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Die schwedische Zeitung «Svenska Dagbladet» enthüllte bereits vor vier Jahren zwei Listen mit total 41 Tennisspielern und Tennisspielerinnen, die aus verschiedenen Gründen der Spielmanipulation verdächtigt werden.

Damals befasste sich die Tennis Integrity Unit (TIU), die Abteilung der Tennis-Verbände, die sich mit Korruption und Wettbetrug beschäftigen, mit der Angelegenheit. Auf der sogenannten «Schwarzen Liste» standen 20 Profis.

Dazu zählten unter anderen die Topspieler wie Francesca Schiavone (Italien), Victoria Asarenka (Weissrussland) oder Michael Llodra (Frankreich).

Namen, die in Anbetracht der jüngsten Enthüllungen der BBC eine ganz andere Wirkung erhalten. Denn gemäss der BBC sollen auch Grand-Slam-Sieger im Einzel oder Doppel in Wett-Affären verwickelt sein.

Mega-Wettbetrug im Tennis

 

Hinzu kommt eine 21-köpfige «Warnungs-Liste» mit Spielern, die zumindest unter Verdacht stehen. Auf dieser tauchen Stars wie Marin Cilic (US-Open-Sieger 2014) oder Flavia Pennetta (US-Open-Champ 2015) auf. Ebenso erwähnt wird auch die Schweizerin Romina Oprandi!

Die aktuelle Nummer 124 der Welt, die nicht an den laufenden Australian Open spielt, sagte 2011 zu BLICK dazu: «Ich habe via Facebook tatsächlich Offerten für die Manipulation mehrerer Spiele bekommen. Aber ich habe das sofort der TIU gemeldet und bin nicht darauf eingegangen.»

Die bald 30-jährige Bernerin hatte auch eine Erklärung, wie ihr Name auf der ominösen Liste erscheinen konnte. «Ich weiss von anderen Spielerinnen, dass sie vom selben Mann ebenfalls Angebote erhielten. Wahrscheinlich reicht das schon, um auf die Liste zu kommen», sagte Oprandi.

Die Kontaktaufnahme der Wett-Mafia passiert heute oft via Social Media. Der Australier Thanasi Kokkinakis (ATP 71) sagt am Dienstag bei einem Radio-Interview an den Australian Open: «Mir wurde auch Geld angeboten. Nicht von Angesicht zu Angesicht, aber in den sozialen Medien. Es gibt diese Leute, die von irgendwo her sagen: Ich zahle dir diese Summe Geld, um das Spiel zu türken.» (rib)

Die «Schwarze Liste» von 2011

Philipp Kohlschreiber, Potito Starace, Andreas Seppi, Fabio Fognini, Janko Tipsarevic, Michael Llodra, Nikolay Davydenko, Teymuraz Gabashvili, Victor Crivoi, Christophe Rochus, Oscar Hernandez, Yevgeny Korolev, Filippo Volandri, Wayne Odesnik, Victoria Azarenka, Agnieszka Radwanska, Francesca Schiavone, Sara Errani, Maria Kirilenko, Kateryna Bondarenko.

Die «Warnungsliste» von 2011

Brian Dabul, Eduardo Scwhank, Jeremy Chardy, Simone Bolelli, Lukasz Kubot, Carlos Berlocq, Igor Kunitsyn, Andrey Golubev, Alex Bogomolov, Somdev Devvarman, Steve Darcis, Marin Cilic, Flavio Cipolla, Ivo Karlovic, Viktor Troicki, Flavia Pennetta, Roberta Vinci, Virginie Razzano, Romina Oprandi, Dominika Cibulkova, Eleni Daniilidou.

Publiziert am 19.01.2016 | Aktualisiert am 20.01.2016
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17 Kommentare
  • Gebürtiger  Luzerner aus Pfeffikon
    19.01.2016
    Wo gehobelt wird, fallen auch Spänne. Leider ist das illegale Verhalten nicht nur im Sport zu finden sondern überall wie Wirtschaft, Hilfe Organisationen usw... Das ist einfach traurig. Meine Mutter hat mal gesagt: Willst du viel Geld haben, hast du automatisch Dreck am Stecken. Natürlich bestätigt die Ausnahme die Regel jedoch sind das dann wirklich Einzelfälle.
  • Hans  Meisner aus Aarau
    19.01.2016
    Topspieler müssten ja Millionen erhalten um extra zu verlieren. Denke der Gewinn für das Weiterkommen bei den Australian Open ist höher als 10000.-. Zudem kommen noch die Sponsoren dazu. Ich denke aber, solche Manipulationen sind schwer zu beweisen.
    • Beat  Steiner aus Zug
      19.01.2016
      Heute wird ja nicht nur vor dem Match auf Sieg gewettet sondern mitten drin z.B auf ein einzelnes game und da kann mann ja gezielt verlieren ohne aufzufliegen. Beim Stand 3:3 das nächste game bei eigenem Aufschlag absichtlich verlieren und daruf dann wetten. Wie soll sowas bewiesen werden? Es gibt nur eines: Abschaffen aller Wetten und Ruhe wäre im Sport.
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    19.01.2016
    So wie in der Wirtschaft andauernd mit Kartell- und Preisabsprachen betrogen wird, wird im Sport halt mit Ergebnisabsprachen betrogen.
    .
    Wir wollen überall Wettbewerb - und wo ein solcher herrscht, da gibt es eben auch immer Betrüger manche Menschen machen einfach alles für den Erfolg!
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    19.01.2016
    Wo so viel Geld im Spiel ist, wie im Tennis und im Fussball, ist der Betrug meist nicht mehr weit entfernt.
  • Benedikt  Richter aus Bern
    19.01.2016
    Fast die ganze Sportwelt scheint nicht sauber zu
    sein.
    Zum Tennis:
    Wie kann man mit ein wenig bällelen nur Millionen
    verdienen?
    Das frag ich mich schon lange?