Schuften statt Flittern für Federer

«Es war ein superschöner Tag», sagt Marco Chiudinelli über die Hochzeit von Roger Federer. Der macht schon wieder ernst.

  • Aktualisiert am 19.01.2012
  • Von Christian Bürge und George Homsi

Federers Jugendfreund Marco Chiudinelli war am Samstag bei der Zivilhochzeit in Basel dabei. Für ihn gehören Roger und Mirka einfach zusammen. «Es sind zwei, die perfekt zusammenpassen.»

Nach so vielen gemeinsamen Jahren habe sich die Heirat abgezeichnet. «Es war eine schöne Hochzeit, ein superschöner Tag», sagt Chiudinelli, selbst Profi und derzeit die ATP-Nr. 320.

Die Zeremonie war vor der Öffentlichkeit geheim gehalten worden – ganz nach Federer-Art eben. «Es war ein sehr kleiner Kreis von Leuten mit dabei, doch es war wunderbar», sagte der Baselbieter.

Mehr Details wollte oder durfte er nicht verraten. Immerhin weiss man jetzt, dass es keine kirchliche Vermählung war. Vielleicht steht das ja noch bevor. Ob die Heirat und die baldige Vaterschaft seinen Freund wohl verändern wird? «Schwer zu sagen. Punkto Tennis hoffe ich es nicht für ihn», sagt Chiudinelli. «Den 14. wird er ganz sicher noch wollen.»

Gemeint ist der 14. Grand-Slam-Titel, den Federer zur Einstellung von Pete Sampras’ Rekord noch braucht.

Chiudinelli selbst stieg nach dem Fest ins Flugzeug nach Südafrika, wo er heute in Johannesburg an einem Challenger spielt.

Sein Freund Roger trainierte bereits am Sonntagabend – also nur einen Tag nach der Hochzeit (!) – zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr in Monte Carlo. Gestern liess Federer zunächst ein Gespräch mit Medienvertretern aus, bevor er abends um sechs – begleitet von Coach Severin Lüthi und Fitnesstrainer Pierre Paganini – mit dem Russen Michail Juschni zu trainieren begann. Nicht dabei: Mirka Federer. Die schwangere Ehefrau der Weltnummer 2, die früher kaum von der Seite ihres Liebsten wich, nimmt seit der Nordamerika-Tournee immer öfter Abstand von den Trainingsplätzen.

Federer trifft am Mittwoch beim Masters-1000-Event nach einem Freilos in Runde eins auf den Italiener Andreas Seppi (ATP 40). In vier Vergleichen – zwei davon dieses Jahr – hat er noch keinen einzigen Satz abgeben müssen. Seppi ist seinerseits in Form, deklassierte in der Startrunde den Österreicher Jürgen Melzer (ATP 31) mit 6:2, 6:0.

Marco Chiudinelli darf nicht zu viel über die Hochzeit verraten. Nur so viel: «Es war ein superschöner Tag.»- Sven Thomann

Top 3

1 Liebes-Comeback Wawrinka: «Ilham und ich sind wieder zusammen!»bullet
2 Davis Cup – Federer-Mania in Fribourg Stan spielt mit Töchterchen auf...bullet
3 Fast 60 Millionen in den Sand gesetzt Ex-Tennis-Star beschuldigt...bullet

Tennis