Roger Federer spricht über seinen Lungeninfekt «Schüttelfrost, Fieber, Atemnot»

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • Von Jörg Allmeroth

Roger Federer über den Lungeninfekt, sein Leben in Zeitlupe und die Folgen des ärztlich verordneten Sportverbots.

Roger Federer, Sie können nun schon zum zweiten Mal hintereinander nicht am Turnier in Dubai, ihrem Teildomizil, starten.
Roger Federer:
Das schmerzt. Ich bin gerne in Dubai, mag die Menschen, die Atmosphäre, das Turnier. Als ich jetzt wieder krank wurde, habe ich unweigerlich an Basel denken müssen, an meine Heimat, an mein Heimturnier, bei dem ich auch so eine jahrelange Pechsträhne hatte. Aber ich kann auf gar keinen Fall etwas erzwingen, muss diese Erkrankung, diesen Lungeninfekt sehr ernst nehmen.

Wann haben Sie erstmals gemerkt, dass etwas nicht stimmt?
Eigentlich habe ich es nach den Australian Open ziemlich entspannt genommen. Ich wollte wieder zu Kräften kommen, die Strapazen wegstecken. Von einer Überanstrengung kann also keine Rede sein. Am letzten Dienstag habe ich noch trainiert, danach ging es schnell bergab. Ich bekam Schüttelfrost, Fieber, extreme Rippenschmerzen, konnte nicht mehr normal atmen.

Sie wirken auch jetzt noch müde.
Alles geht ein wenig langsamer, wie in Zeitlupe. Die Müdigkeit ist schon noch da, auch wenn es langsam besser wird. Ich hoffe, dass ich das alles dann doch schnell wegstecken kann.

Die Wettkampfpause könnte den Verlauf der nächsten Monate ungünstig beeinflussen.
Das glaube ich nicht. Das hier hat nicht den Charakter des Pfeifferschen Drüsenfiebers vor zwei Jahren, bei dem die Ungewissheit gross war. Ich denke, dass ich zum Masters in Indian Wells wieder am Start bin. Und wenn ich starte, dann bin ich auch gesund und fit.

Was haben die Ärzte Ihnen genau verordnet und empfohlen?
Die Ansage ist klar: Zwei Wochen totales Sportverbot. Mit so was ist nicht zu spassen. Danach werde ich mich dann, ohne es zu überspannen, seriös auf Indian Wells vorbereiten. Aber wie gesagt: Ein Start kommt nur in Frage, wenn körperlich alles im grünen Bereich ist. Die Worst-Case-Prognose ist eine Pause von sechs Wochen. Das muss ich zumindest einkalkulieren.

Ist der Benefiz-Schaukampf in Indian Wells in Gefahr, bei dem Sie zusammen mit Pete Sampras gegen Agassi/Nadal für die Erdbebenopfer in Haiti antreten?
Ich werde alles tun, damit wir das über die Bühne bringen. Die Menschen in Haiti brauchen unsere Hilfe ganz dringend.

Das ganze Interview lesen Sie heute Dienstag im BLICK.

Top 3

1 Davis Cup – Federer-Mania in Fribourg Stan spielt mit Töchterchen auf...bullet
2 Fast 60 Millionen in den Sand gesetzt Ex-Tennis-Star beschuldigt ihre...bullet
3 Training vor Davis Cup Roger und Stan holen sich letzten Schliffbullet

Tennis