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Araber sind bekannt für ihre Märchenerzähler aus 1001 Nacht. Da sind der Fantasie auch in der realen Welt kaum Grenzen gesetzt. Einiges war gestern Abend wie immer. Rund eine Stunde müssen die zahlreichen Schaulustigen im Souk Waqif, dem traditionsreichen Einkaufsviertel Dohas, auf die beiden besten Tennisspieler der Welt warten.
Eine Handvoll Strassenkehrer kommt fünfmal vorbei, damit die Gassen und der kleine Platz in der Mitte auch sicher staubfrei sind. Trotzdem ist in Katar vieles eine Nummer grösser und exklusiver als andernorts. Für die beiden besten Tennisspieler der Welt ist nur das Spektakulärste gut genug.
Das ist diesmal ein fliegender Teppich. Genau genommen eine Plattform, die von einem Hebekran rund drei Meter in die Höhe gehievt wird. Federer staunt etwas zu sehr – und stolpert prompt über eine Unebenheit auf dem improvisierten Tennisplatz. Zum Glück ist die Plattform da noch nicht angehoben.
Revanche im Erdgas-Paradies
Bevor es in die Höhe geht, werden Federer und Nadal mit einem Gurt gesichert. Schliesslich soll das faszinierende Duell nicht schon am dritten Tag des neuen Jahres zu Ende sein.
Die Ballwechsel in luftiger Höhe sind erwartungsgemäss freundschaftlich. Ernst gilts für Roger und Rafa erst ab morgen.
Beide starten ihre offizielle Saison beim Anlass im Erdgas-Paradies, der zwar der gleichen Turnierkategorie angehört wie Gstaad, aber finanziell über ganz andere Möglichkeiten verfügt. Im Halbfinal könnte Federer an Masters-Champion Dawidenko Revanche für die Halbfinal-Niederlage in London nehmen. Weitere Top-Ten-Spieler sind nach der Absage von Jo-Wilfried Tsonga dieses Jahr nicht am Start.