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Zum 3. Mal in Serie stehen sich am Sonntag im Paris- Final Roger Federer und Rafael Nadal gegenüber. Der Weltranglisten- Erste bezwang Gaël Monfils 6:2, 5:7, 6:3, 7:5, der Spanier setzte sich gegen Novak Djokovic 6:4, 6:2, 7:6 durch.
Federer musste sich seinen 11. Finaleinzug in den letzten 12 Major- Turnieren hart erkämpfen. Dies auch, weil er nach einer klaren 6:2, 2:1-Führung (mit Break) den 21-jährigen Franzosen zurück ins Spiel liess und diesem den Satzgleichstand zugestehen musste. Auch im dritten Satz gestaltete sich die Angelegenheit nach 5:1-Führung noch schwierig und im vierten Durchgang musste er nicht weniger als sechs Breakbälle des couragierten Widersachers abwehren. Bei 5:4 konnte er dann zwei Matchbälle nicht nutzen, ehe ihm doch noch das Break gelang, mit drei erfolgreichen Netzvorstössen!
Im dritten Jahr hintereinander fehlt Federer damit noch ein Sieg zum Karrieren-Slam. Er ist nun auch der zehnte Mann, der in seiner Laufbahn 15 Major-Finals erreicht hat. 2006 und 2007 unterlag er im Endspiel dann allerdings Nadal.
Wer im ersten Halbfinal eine ausgeglichene Partie und den ersten echten Test für den Spanier erwartet hatte, wurde lange enttäuscht: Nadal dominierte die Begegnung in den ersten zweieinhalb Sätzen in einer Art, die nicht nur für den Serben sondern auch für die meisten anderen Widersacher demoralisierend ist. Australian-Open-Sieger Djokovic, immerhin der bisher erfolgreichste Spieler des Jahres, kam erst bei 0:3 im dritten Satz zum ersten Break.
Allerdings zeigte «Nole» dann, dass er mental auch mit Widerwärtigkeiten umgehen kann. Er kämpfte sich heran und hatte bei 6:5 sogar einen Satzball. Nadal wehrte diesen mit einem Vorhand- Winner ab und zog dann im Tiebreak auf 6:0 davon, ehe er wenig später den vierten Matchball mit einem Smash versenkte.
Die Statistik spricht vor dem Endspiel für Nadal. Er führt in den Direktduellen 10:6 und hat auf Sand acht von neun Vergleichen gewonnen. Allerdings hatte Federer heuer sowohl in Monte Carlo wie auch in Hamburg viele Chancen, die er mehrheitlich nicht verwerten konnte. (si)
Roger Federer schlägt am Sonntag zum Titelgewinn auf.- Sven Thomann