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Federer musste sich gegen Roddick heftig wehren. (AP)
Roger Federer (27, ATP 2) hätte sich einen heissen Abend auf der Nobelinsel Key Biscayne ersparen können. Eine Stunde lang hatte er Andy Roddick (26, ATP 6) und dessen Aufschlag-Granaten bestens im Griff. Bei Aufschlag Federers hatte der Texaner überhaupt kein Brot, der Schweizer holte sich den ersten Satz mit Breaks zum 3:2 und zum 6:3 ohne Probleme.
US-Fans sorgen für Davis-Cup-Atmosphäre
In die Bredouille brachte er sich dann selber, als er ein 40:0 unnötig verspielte und so Roddick den ersten Aufschlagdurchbruch zum 3:4 im zweiten Satz ermöglichte. Von da an war die Partie ein echter Kampf. Mit engagierten und patriotischen, aber fast durchwegs fairen Zuschauern, die im Crandon Park für Davis-Cup-Atmosphäre sorgten.
Im dritten Satz schnupperte Roddick zuerst am Break. Mit einer Vorhand auf die Linie und einem Volley-Stoppball (nach einem eigenen Netzroller) wehrte Federer bei 3:3 aber zwei Roddick-Chancen ab.
Fortuna auf Federers Seite
Federers erster Breakball im Entscheidungsdurchgang war dann gleichzeitig ein Matchball. Und wieder half Fortuna grosszügig nach. Dank einem Passierball via Netzkante erzitterte sich Roger den Matchball, mit einem weiteren Rückhand-Passierball verwertete er ihn zum 6:3, 4:6 und 6:4-Sieg.
Der Schluss war dennoch untypisch. Gerade mit der Rückhand bekundete der Schweizer grosse Probleme.
«Es war ein echter Krimi»
«Das war ein echter Krimi», schnaufte Federer nach gut zwei Stunden und kurz vor Mitternacht Lokalzeit tief durch. «Ich habe sicher nicht super gespielt und einiges Glück beansprucht», zeigte er sich selbstkritisch und realistisch. «Die vielen Fehler haben mich schon verunsichert.»
Jetzt wartet Djokovic
Dennoch blickt er zuversichtlich Richtung Halbfinal. Dort wartet Novak Djokovic (21, ATP 3), gegen den Federer wie gegen Roddick eine klar positive Bilanz aufweist (7:2 Siege). «Er ist in Form, das wird nicht einfach», weiss Federer.
Im Viertelfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga (22, ATP 11) überzeugte der Serbe spielerisch, demonstrierte aber einige Probleme mit der Hitze von über 30 Grad in Südflorida.
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Frust bei Roddick. Auch diesmal gabs für den Ami gegen Roger nichts zu holen. (AP)