Roger Federer verheimlichte es Vergiftung, Fieber – Spital!

SonntagsBlick-Recherchen zeigen: Roger Federer war vor dem Australian Open weit stärker krank, als er es zugab. Er war im Spital, lag sechs Tage lang mit Fieber und Durchfall flach. Mit dieser Vorgeschichte ist sein Halbfinalvorstoss keine Enttäuschung, sondern eine herausragende Willensleistung.

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Platz Name Land Punkte
1 Novak Djokovic SRB 14040
2 Andy Murray GBR 9345
3 Stan Wawrinka SUI 6365
4 Rafael Nadal ESP 4940
5 Kei Nishikori JPN 4875
6 Milos Raonic CAN 4510
7 Roger Federer SUI 3730
8 Gael Monfils FRA 3545
9 Tomas Berdych CZE 3470
10 Dominic Thiem AUT 3295

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Als Federer vor dem Start zum Australian Open vor zwei Wochen über seine Lebensmittelvergiftung sprach, klang das so: «Ich wachte am Samstag mit Fieber auf, und im Spital wurde eine leichte Lebensmittelvergiftung diagnostiziert. Es ging mir jedoch bald wieder besser, und jetzt fühle ich mich 100 Prozent fit.»

Auch nach der Halbfinalniederlage am Freitag gegen Novak Djokovic wollte er seine gestörte Vorbereitung nicht als Ausrede gelten lassen. «Vielleicht hat es eine Rolle gespielt, aber ich weiss es nicht.» Immerhin gab er zu, dass er sich auf dem Platz weniger schnell und spritzig als üblich gefühlt habe. Kein Wunder!

Es ehrt Roger Federer, dass er nicht nach Ausreden sucht, aber die Wahrheit ist eine andere. Mit einem kurzen Spitalbesuch war die Sache bei weitem nicht bereinigt. Gemäss zuverlässigen Quellen des SonntagsBlicks wurde Rogers Krankheit aus taktischen Gründen bewusst kleingeredet. Man wollte gegenüber den Gegnern keine Schwäche zeigen. Man sei sehr zufrieden, dass es gelungen sei, die wahren gesundheitlichen Probleme des Schweizers zu verbergen.

Dies erklärt auch, warum Federer nach dem Halbfinal von einem «ziemlich guten Resultat» sprach.

Diese Version wird weiter gestützt von Fitnesscoach Pierre Paganini. Gegenüber der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin» erklärte er, Federer habe während sechs Tagen unter Fieber und Durchfall gelitten und dabei 3 Kilo Körpergewicht verloren. «Das hätte jeden Athleten flachgelegt.» Paganini bestätigte auch, dass die Weltnummer 1 in bester körperlicher Form nach Australien gereist sei.

Unter diesem Aspekt erhält Federers Halbfinalqualifikation einen viel höheren Wert. Hätte Roger nämlich wegen seiner Krankheit Forfait erklärt, könnte ihn Rafael Nadal bereits in den nächsten Wochen als Nummer 1 ablösen. Nun aber erhält der Baselbieter ausgiebig Gelegenheit, den Körper wieder in Form zu bringen.

Nach einer Pause ist Mitte Februar in Dubai nochmals eine intensive Trainingsphase mit Paganini und Davis-Cup-Captain Severin Lüthi geplant. Roger wird erst in der ersten Märzwoche bei seinem «Heimturnier» in der Wüstenstadt wieder ins Turniergeschehen eingreifen. Dann tatsächlich wieder 100 Prozent fit.

Publiziert am 26.01.2008 | Aktualisiert am 20.01.2012
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