PARIS - Was für ein Auftritt von Roger Federer. Der Schweizer lässt Robin Söderling im Final von Paris nicht den Hauch einer Chance und gewinnt 6:1, 7:6 (7:1) und 6:4. Ein Sieg für die Geschichtsbücher!
Die Chance darauf, Geschichte zu schreiben, scheint Federer gegen Söderling nicht zu lähmen. Im Gegenteil: Der Schweizer ist voll motiviert, von Nervenflattern keine Spur. Roger drückt von Beginn weg voll auf die Tube.
Gleich den ersten Service nimmt er Söderling ab, es folgen zwei weitere und der erste Satz geht mit 6:1 klar an Federer. Nach diesem albtraumhaften Start für den Aussenseiter zeigt sich Söderling verbessert. Besonders der Aufschlag funktioniert jetzt gut. Aber der Schwede ist zu abhängig von seinem Service.
Kaum ist der Ball im Spiel, geht der Punkt so gut wie sicher an Roger Federer, der besonders im Tiebreak des zweiten Durchgangs beeindruckt. Dort kommt der Schweizer viermal dazu aufzuschlagen, und viermal serviert Roger ein Ass. Die Partie ist zu diesem Zeitpunkt so gut wie gelaufen, zumal Federer seinem Gegner gleich zu Beginn des dritten Satzes erneut den Service abnimmt.
Was folgt, ist das einzige enge Aufschlagspiel des Schweizers im ganzen Match, ehe Federer das Match sicher nach Hause serviert. «Er hat mir eine Lektion erteilt, wie man Tennis spielt», sagt ein beeindruckter Söderling nach dem Spiel.
play
Ein erschreckender Zwischenfall im zweiten Satz. Federer wird von einem Flitzer angesprungen. (Reuters)