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Am liebsten wäre sie gar nicht erst nach London gereist. Schliesslich entscheidet sich Patty Schnyder (30, WTA 22) aber doch für einen Start beim prestigeträchtigsten Turnier des Jahres – ohne Begeisterung, und vor allem: ohne Vorbereitung.
Pattys Katastrophenbilanz in Wimbledon: In 13 Versuchen hat sie einzig 2007 die dritte Runde überstanden. In diesem Jahr setzt es gegen Ai Sugiyama (WTA 38) die siebte Erstrunden-Pleite ab. Klar in zwei Sätzen: 4:6, 4:6 aus Sicht der Schweizerin.
Patty wollte nicht spielen
Kein Wunder: «Wenns nach mir gegangen wäre, hätte ich nicht gespielt», sagt sie. Sie sei jedoch praktisch dazu gezwungen gewesen.
Es gebe ganz viele Gründe, warum ihr Wimbledon nicht liege. «Ich habe mich auf Rasen nie gut gefühlt bei meinen Bewegungen. Ich kann hier nicht mit Kick aufschlagen. Alle meine Stärken funktionieren hier nicht.» Selbst die grosse Tradition empfindet sie eher als Nachteil. «Ich bin ein Mensch, der innovativ ist und weniger traditionell eingestellt.»
So verbringt sie gerade mal drei Tage in London. Am Samstagabend ist sie angereist, heute Dienstag gehts bereits wieder zurück. «Den Rückflug haben wir aber erst nach der Niederlage umgebucht», versichert sie.
Absichtlich habe sie nämlich nicht verloren. «Man will sich ja nicht zum Deppen machen.» Allerdings hat man Patty Schnyder nach einer Niederlage auch schon trauriger gesehen.