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Der Beginn war ganz vielversprechend: Im ersten Satz, den er in 31 Minuten für sich entschied, trat Federer noch souverän auf. Der Baselbieter verwertete beide Breakbälle und gestand Djokovic nur einen Servicedurchbruch zu.
Im zweiten Durchgang kam er nach einem 0:3 auf 2:3 heran, ehe er komplett einbrach und Fehler an Fehler reihte.
Nun war der Schweizer völlig von der Rolle: Der 13-fache Gewinner von Grand-Slam-Turnieren verlor sieben Games in Serie (!) und geriet 6:3, 2:6, 0:4 in Rückstand. Nach 1:46 Stunden verwertete Djokovic seinen ersten Matchball zum dritten Sieg im zehnten Vergleich mit Federer.
Seltener Wutausbruch
Diese Baisse verleitete Federer zu einem seltenen Wutausbruch: Der Schweizer dreschte wutentbrannt sein Racket auf den Boden. In seiner ganzen Profikarriere hat hat man so etwas nicht gesehen.
Stimmt nicht, sagt Federer, er habe auch schon Rackets zertrümmert, «eines sogar ebenfalls in Miami gegen Rafa» (beim 3:6, 3:6 in der 3. Runde 2004). Warum musste nach fünf Jahren wieder einmal ein Racket «dran glauben»? Federer: «Ich hasse es einfach zu verlieren!»
Die Reaktion war aber verständlich. Djokovic spielte keineswegs gut, nur halt ein bisschen besser als Federer. Oder wie es der Schweizer selber ausdrückt: «Djokovic spielte im ersten Satz dermassen schlecht. Ich staune, dass ich es fertig gebracht habe, noch viel schlechter zu spielen.» (Si/keu)