
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Rafael Nadal (22) ist doch nur ein Mensch. In den Viertelfinals von Miami zieht der Spanier gegen Juan Martin Del Potro (20, ATP 7) einen seiner ganz seltenen schwachen Tage ein und verliert nach 3:0-Führung im dritten Satz noch im Tiebreak (4:6, 6:3, 6:7). Zuvor hat der Argentinier gegen Nadal in vier Anläufen noch nie einen Satz gewinnen können.
«Ich habe wirklich schlecht gespielt», sagt Nadal nach der unerwarteten Niederlage. Über 40 unerzwungene Fehler unterstreichen diese Aussage. Nach schwachem Start scheint Nadal die Partie dennoch in den Griff zu bekommen, gewinnt vom 1:2 im zweiten bis zum 3:0 im dritten Satz acht von neun Games. Dann reisst der Faden wieder. Bei 5:6 wehrt er noch drei Matchbälle ab, im Tiebreak kann er den Kopf – nicht wie gegen Stan Wawrinka zwei Tage zuvor – nicht mehr aus der Schlinge ziehen.
«Ich war nicht konzentriert, konnte mich nie so richtig an die Bedingungen hier in Miami gewöhnen», hadert Nadal. Dennoch gibt er sich – zumindest nach aussen – zufrieden: «Ein Viertelfinal ist kein schlechtes Resultat.»
Um die Gründe der Niederlage macht er hingegen ein kleines Geheimnis. «Es gibt immer einen Grund, aber das ist persönlich.» Mehr will der Mallorquiner, der nun in der Heimat die Sandsaison vorbereitet, nicht sagen.
Nadal verliert nun in der Weltrangliste, da er sich letztes Jahr für den Final von Miami qualifizierte, 450 Punkte.
Der Vorsprung auf Roger Federer – spielt heute seinen Halbfinal gegen Novak Djokovic (19 Uhr live auf SF2) – bleibt aber gross. Mit einem Turniersieg könnte ihn der Schweizer immerhin um 1200 Zähler (auf immer noch 2880 Punkte) reduzieren. In der Nacht auf Samstag trifft Del Potro auf den Schotten Andy Murray (21, ATP 4).
play
Rafael Nadal hatte allen Grund sich zu ärgern. (Keystone)