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Drei Tage vor seinem 23. Geburtstag kommt Rafael Nadal zu einer Premiere: Erstmals muss er in Paris eine Niederlage erklären. Er tut dies ruhig und gefasst. Mit der Ruhe, die er auf dem Platz bei der Pleite gegen den Schweden Robin Söderling (ATP 25) nicht fand.
«Es gibt keine Entschuldigung», macht er klar. «Ich habe einfach schlecht gespielt.» Am Morgen beim Aufwärmen habe er sich gut gefühlt, aber im Spiel seien seine Schläge zu kurz gewesen. «Ich habe es Söderling einfach gemacht zu gewinnen.» Einmal habe die erste Niederlage kommen müssen. «Eine Tragödie ist das nicht.»
Behauptungen, er habe vielleicht vor Paris zu viel gespielt und sei müde oder angeschlagen gewesen, blockt Nadal ab. «Ich habe mich gleich vorbereitet wie in den letzten Jahren. Da hat niemand etwas gesagt.» Es sei einfach nicht sein Tag gewesen, und da verliere man halt.
Nächster Programmpunkt: «Der Swimming-Pool bei mir zu Hause», sagt Nadal und lacht. «Fragt mich in drei Tagen nochmals, wie ich mich auf Wimbledon vorbereiten werde.» Dort ist Nadal wie in Paris Titelverteidiger.
Voraus blickte die Weltnummer 1 aber auf den weiteren Verlauf des Turniers. «Für mich ist Federer jetzt der Favorit auf den Titel», sagt er. Wenn er den Sieger selber wählen könnte? Ein Spanier (also Fernando Verdasco oder Tommy Robredo) oder Federer. «Es wäre grossartig, wenn Roger hier in Paris gewinnt. Er hatte mit drei Finals und einem Halbfinal viel Pech in den letzten Jahren. Wenn einer den Sieg verdient, dann ganz sicher Roger!»
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Robin Söderling hat die Sensation perfekt gemacht: Sein Sieg gegen Rafael Nadal ist eine der grössten Überraschungen der letzten Jahre. (Keystone)