Doping-Sündern an den Kragen Murray verlangt mehr Bluttests im Tennis

Der Brite Andy Murray (25) will verhindern, dass das Tennis einen ähnlichen Doping-Schock erleidet, wie jüngst der Radsport. Der Olympiasieger möchte mehr Doping-Tests auch ausserhalb der Turniere.

  • Publiziert: 31.10.2012

Der Armstrong-Skandal hat den Radsport erschüttert. Im Doping-Dunstkreis des gefallenen Rad-Stars ist auch ein Arzt namens Luis Garcia Del Moral erwähnt, der auch im Tennissport Top-Athleten wie Sara Errani oder David Ferrer behandelt hat.

Um zu verhindern, dass auch das Tennis in ein schlechtes Licht gerät, sieht die Nummer 3 der Welt, Andy Murray, nur einen Ausweg: mehr Bluttests und mehr Doping-Kontrollen abseits der Turniere.

Diese Forderung stellt der Brite vor dem Beginn des ATP-1000-Turniers in Paris. Bei seiner Ankunft in der französischen Hauptstadt erhielt Murray am Samstag Besuch von den Kontrolleuren, die ihm Blut abzapften.

«Wir sind uns nicht gewöhnt, im Tennis viele Blutkontrollen zu machen. Ich hatte dieses Jahr nur drei oder vier, aber viel mehr Urintests», sagt Murray bei seiner Pressekonferenz.

2011 hat der Internationale Tennis Verband ITF nur gerade 21 Bluttests (!) ausserhalb Turnieren durchgeführt. «Bei Turnieren werden wir das ganze Jahr getestet, ich denke die Kontrollen ausserhalb der Wettkämpfe sollten verstärkt werden», sagt Murray.

Zudem bemängelt der Olympiasieger und US-Open-Champion, dass praktisch nur die Top 50 kontrolliert werden. «Man sollte es auf den ganzen Tennissport ausweiten», erklärt Murray.

Er glaubt aber nicht, dass Doping im Tennis soviel ausmacht wie in einer reinen Ausdauersportart wie Rad. Das Spiel mit der Filzkugel basiere mehr auf den Fähigkeiten der einzelnen Sportler.

In der ersten Runde in Paris misst sich der Olympiasieger am Mittwoch mit dem Franzosen Paul-Henri Mathieu (ATP 64). Ein schwieriges Los für Murray. Mathieu stand letzten Samstag in Basel im Halbfinal gegen Federer. (rib)

Alle Kommentare (2)

  • patrick  müller
    Seine Forderung kommt leider zu spät, denn Nadal hat bereits erreicht, was er mit seinem doping-aufbau erzielen wollte. Wer das anzweifelt: vergleicht mal die körper von nadal und anderen. zudem sind seine früheren verbindungen zum doping-arzt fuentes bekannt
    • Lauy  Gross , Zurich
      Könnte sein doch ich denke nicht das man nur wegen des Körperbaus alleine jemanden verdächtigen kann.Habe selber ein sehr hohen Testosteronspiegel traniere nie aber viele glauben anhand meines körpers ich sei ein Fitnessfreak.
      • 31.10.2012
      • als Kommentar auf patrick  müller
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Tennis

Platz Name Land Punkte
1 Novak Djokovic SRB 12310
2 Andy Murray GBR 8670
3 Roger Federer SUI 8000
4 Rafael Nadal ESP 6895
5 David Ferrer ESP 6740
6 Tomas Berdych CZE 4700
7 Juan Martin Del Potro ARG 4320
8 Jo-Wilfried Tsonga FRA 3795
9 Richard Gasquet FRA 3090
10 Janko Tipsarevic SRB 2640
11 Stanislas Wawrinka SUI 2630

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