Federer im Viertelfinal gegen Söderling Melzer stichelt: "Er hatte Glück"

  • Publiziert: 07.09.2010, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Christian Bürge aus New York

NEW YORK - Roger Federer steht nach dem Dreisatz-Sieg über den Österreicher Jürgen Melzer in den Viertelfinals der US Open. Gegen Robin Söderling wird er nun einen echten Test bestehen müssen.

Der Montag war für die Amerikaner ein Feiertag. Für die Night Session am Labor Day hatte sich die Prominenz herausgeputzt. Die Schauspielerin Cameron Diaz lächelte ebenso in die Kameras wie die Sängerin Gwen Stefani und ihr Mann Gavin Rossdale (Ex-Bush-Sänger). Das Paar zählt seit ein paar Jahren zu den Stammgästen in der Federer-Box. Und der fünffache Champion in New York enttäuschte sie auch diesmal nicht.

Federer entschuldigt sich

Mit dem 6:3, 7:6 (7:4), 6:3-Sieg bleibt der Schweizer ohne Satzverlust im Turnier. Im Tie-Break des zweiten Satzes musste er jedoch einiges Glück in Anspruch nehmen. Zwei Netzroller halfen mit. Der Österreicher ärgerte sich danach. «Jeder der hier war sah, wie eng es war. Ende des zweiten Satz war ich der Bessere. Man kann nicht mehr Glück haben als er in diesem Tie-Break. Ich war nicht zufrieden mit meinem Glück.» Federer habe sich am Ende des Matches für die Netzroller entschuldigt. Trösten konnte das Melzer nicht. Er war sich sicher, dass dieser Federer zu bezwingen ist. «Am liebsten würde ich morgen schon wieder gegen ihn spielen», sagte er. Das sind Töne, die man in den vergangenen Jahren nicht von vielen Gegnern hörte. Auf Federer hatten vielleicht Zuschauer Lust, aber keine Tennisspieler.

Ansonsten gab es am Spiel der Weltnummer 2 nicht viel auszusetzen. Er war schnell auf den Beinen, nutzte seine Möglichkeiten. Von acht Breakchancen waren es vier, bei Melzer nur zwei von zwölf. Tennis-Legende John McEnroe lobte Federer zwar für die Leistung, sagte aber auch «Er ist ganz sicher verwundbarer als auch schon.» Den absoluten Topspielern darf er zweifellos nicht soviele Chancen offerieren, will er dafür nicht bestraft werden.

Revanche für Paris?

Am Mittwoch muss Federer seinen ersten wirklichen Test bestehen, wenn es gegen Robin Söderling geht. «Es ist eine schwierige Auslosung. Das Spiel gegen Robin wird sicher nicht einfach», sagt der Schweizer. Der 26. Grand-Slam-Viertelfinal in Serie ist gleichzeitig die Chance zur Revanche für die

Die Weltnummer 5 Söderling hatte ihn damals mit seiner Wucht fast erdrückt. Doch der fünffache Champion ist in New York dennoch zu favorisieren, wenn ihm ein gutes Spiel gelingt. Eine reine Weste hat er übrigens in den nächtlichen Auftritten in Flushing Meadows. Er steht da bei 13:0 Siegen.

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