Grosse Ehre Hingis in «Hall of Fame» berufen

Ehre, wem Ehre gebührt. Die ehemalige Weltranglisten-Erste Martina Hingis (31) soll für ihre Leistungen im Tennis in die Ruhmes-Halle aufgenommen werden.

  • Publiziert: 07.09.2012

Obwohl an den US Open kein Eidgenosse mehr vertreten ist, gibt’s in New York Grund zum Jubeln. Die International Tennis Hall of Fame hat am Donnerstag anlässlich des letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres bekannt gegeben, dass Martina Hingis 2013 als allererster Schweizer Vertreter in die Ruhmeshalle Eintritt erhalten soll.

«Martina Hingis, Michael Stich und Helena Sukova (die zwei wurden ebenfalls nominiert, Anm. d. Red.) haben ungemein hart gearbeitet, um die grossen Preise im Tennis, das Nummer-1-Ranking, die Major-Titel, Erfolge im Fed Cup und Davis Cup und Olympia-Medaillen, zu erreichen», sagt Stan Smith, Vorsitzender des Nominierungskomitees.

Die Nomination der 31-jährigen Hingis erfolgt zum frühstmöglichen Zeitpunkt. Anfang 2013 wird bekannt geben, ob sie tatsächlich in die Hall of Fame berufen wird. Alles andere als eine Aufnahme wäre eine grosse Überraschung. Denn sie hat einige Asse im Ärmel.

Als eine von lediglich fünf Spielerinnen führte Hingis sowohl das Einzel- als auch Doppel-Ranking an. Am 31. März 1997 wurde sie mit 16 Jahren und 182 Tagen die jüngste Nummer 1 der Welt im Frauentennis. Total gewann sie 15 Grand-Slam-Titel (5 Einzel, 9 Doppel, 1 Mixed).

Die Rheintalerin hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Es wurde zuviel. Chronische Fussprobleme zwangen sie im Februar 2003 zum Rücktritt, im zarten Alter von 22 Jahren.

2006 kehrte sie auf die Tour zurück. Die «Swiss Miss» kletterte bis auf Position sieben im Einzel hoch. In Wimbledon ein Jahr später dann der Schock: positiver Dopingbefund. Sie soll Kokain eingenommen haben. Hingis bestritt die Vorwürfe und trat zum zweiten Mal vom Spitzensport zurück.

Zurzeit arbeitet die 31-Jährige als Talent-Beraterin und tritt bei Legendenturnieren an. Seit Dezember 2010 ist sie mit dem französischen Springreiter Thibault Hutin verheiratet. (yap)

Beliebteste Kommentare

  • Peter  Lienhardt , Basel
    Ehre, wem Ehre gebührt. Lange vor und sicher nach Martina gab, resp. gibt es keine Spielerin, die ihr in Sachen Spielintelligenz und Spielwitz das Wasser reichen konnte. Sie hatte ein Goldhändchen wie einst Henri Leconte oder John McEnroe. Im Vergleich zu den heutigen schreienden Einheitshühnern war Martinas Tennis geradezu erfrischend und unberechenbar. Sogar unser Roger hat nicht das Gefühl in der Schlaghand wie Martina. Ihr einziges Manko war wohl ihre sprichwörtliche Trainingsfaulheit, vielleicht mit ein Grund für ihre Verletzungsanfälligkeit. Bitte nicht falsch verstehen, ich war nicht unbedingt ein Martina Fan.
  • Ruedi  Lanz , Aarburg
    Das ist nun wirklich ein purer Witz! Lance Amstrong nimmt man sieben Tour de France Siege weg; und Hingis, zu hundert Prozent sicher des Dopings überführt, soll zu dieser Ehrung kommen?

Alle Kommentare (5)

  • Joel  Lang , Playa del Carmen , via Facebook
    Denkt ihr das sie gekokst hat um besser zuwerden, wie das beim Lanci und EPO der Fall war? Eher der Fall das sie das Leben genoss. Haette sie 1.5 Prozent Alkohol gehabt wuerden alle Lachen.
  • Markus  Leuzinger
    Sie war eine der besten Spielerinnen überhaupt. Einverstanden! Aber wie kann man jemanden der gedopt hat in eine Hall of Fame aufnehmen. Das ist ein Schlag gegen alle sich korrekt verhaltenden Sportler. Ein grosser Fehler!!!
  • Ruedi  Lanz , Aarburg
    Das ist nun wirklich ein purer Witz! Lance Amstrong nimmt man sieben Tour de France Siege weg; und Hingis, zu hundert Prozent sicher des Dopings überführt, soll zu dieser Ehrung kommen?
  • Peter  Lienhardt , Basel
    Ehre, wem Ehre gebührt. Lange vor und sicher nach Martina gab, resp. gibt es keine Spielerin, die ihr in Sachen Spielintelligenz und Spielwitz das Wasser reichen konnte. Sie hatte ein Goldhändchen wie einst Henri Leconte oder John McEnroe. Im Vergleich zu den heutigen schreienden Einheitshühnern war Martinas Tennis geradezu erfrischend und unberechenbar. Sogar unser Roger hat nicht das Gefühl in der Schlaghand wie Martina. Ihr einziges Manko war wohl ihre sprichwörtliche Trainingsfaulheit, vielleicht mit ein Grund für ihre Verletzungsanfälligkeit. Bitte nicht falsch verstehen, ich war nicht unbedingt ein Martina Fan.
  • Paul  Sacher , via Facebook
    Die Asse die sie im Ärmel hatte waren doch gedopt, oder?

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