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Laufarbeit. Federer erwartet im Final ein ganz anderes Spiel als gegen die bisherigen Gegner. (EQ)
Blick: Roger Federer, Sie stehen in Ihrem 18. Grand-Slam-Final. Vor einem Jahr müssen Sie sich an selber Stelle ganz anders gefühlt haben.
Roger Federer: Ich habe hier vergangenes Jahr ja auch gut gespielt, aber Novak machte damals einen tollen Match gegen mich. Auch wenn ich in perfekter Verfassung gewesen wäre, hätte er den Sieg damals wohl verdient. Aber ich bin mental besser drauf, gesünder und kann mich besser auf mein Spiel konzentrieren.
Vergangenes Jahr sagten Sie ja, Sie hätten ein Monster an Erwartungen geschaffen. Spüren Sie dieses Gewicht auf Ihren Schultern immer noch?
Ich bin immer noch überrascht, wie schnell sich die Stimmung gegenüber mir bei Medien und Fans ändert. Wenn ich einen oder zwei Sätze gegen Berdych verliere, sagt jeder gleich: Oh, mein Gott, er ist nicht mehr der Gleiche. Dann schlage ich Del Potro und alles ist wieder normal. So sollte es nicht sein. Man verliert seine Klasse nicht so schnell. Das ist schlicht unmöglich. Ich weiss, ich spiele gut, ich fühle mich gut. Natürlich kann ich immer in einen Spieler rennen, der heiss ist. Dann kann ich auch verlieren. Aber ich habe gegen Berdych den Erfolg verdient und nun zwei tolle Siege gelandet. Meistens spiele ich gegen Ende des Turniers am besten. Danach sollte man einen grossen Spieler beurteilen.
Hätten Sie lieber Nadal oder Verdasco als Finalgegner?
Gegen Verdasco würde ich gerne spielen, weil er noch nie in einem Grand-Slam-Final war. Da hätte ich einen Vorteil. Gegen Nadal wäre es aber aufregender, weil wir eine Vergangenheit in so vielen Grand-Slam-Finals haben. Mit ihm – dem momentan besten Spieler der Welt – als Gegner gäbe es ein faszinierendes Duell.