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«Nadal auf Sand zu schlagen, ist die Krönung»

Roger Federer kostet seinen wichtigsten und schönsten Sieg des Jahres aus.

Von Christian Bürge, Madrid | Aktualisiert um 13:31 | 18.05.2009
Roger Federer feiert seinen ersten Turniersieg 2009. (Keystone)
Ausgerechnet in der Höhle des Löwen schlägt der Baselbieter zu. (Keystone)
In Madrid bleibt für die spanische Nummer 1 Rafael Nadal nur ein Dessert-Schälchen. (Keystone)
Roger Federer befreit Nadal fair von Konfetti. (Keystone)
On Top: Roger Federer beweist, dass er noch mit Nadal mithalten kann. (Keystone)
Nadal blieb nur der Frust. (Keystone)
Und dieser Frust sass tief. (Keystone)
Der Klassiker ist vor dem French Open neu lanciert. Wer behält in Roland Garros die Oberhand? (Keystone)
Roger Federer, erstmals seit ­Oktober gewannen Sie wieder ein Turnier, erstmals nach fünf Niederlagen gewannen Sie wieder gegen Rafael Nadal. Was bedeutet das?
Roger Federer:
Es ist ein wichtiger Sieg. Aber vor allem ein schöner Sieg, weil es sich auszahlt, wenn man hart trainiert, wenn man versucht dranzubleiben, positiv zu bleiben. Zudem ist es schon die Krönung, Nadal auf Sand zu ­schlagen. Turniersiege sind immer schön, egal gegen wen. Aber gegen ihn ist es umso schöner. Weil wir so viele harte Duelle hatten. Es tut gut, gegen ihn als Sieger vom Platz zu gehen.

Sie wurden nicht einmal mehr zu den Turnierfavoriten ­gezählt. War es schwierig,
nicht allzu fest ins Grübeln zu kommen?

Es war teilweise schwierig, immer diese Fragen zu beantworten. Auch wenn ich einen stärkeren Willen und Kopf habe als andere. Aber es ging so über Monate. Zuerst haben die Leute von 20 Grand-Slam-Titeln gesprochen, dann auf einmal davon, dass ich gar keinen mehr gewinnen werde. Nun wird es wohl wieder anders tönen. Das geht mir immer etwas zu schnell.

Zwei Dinge fielen auf: Normalerweise lässt Sie Nadal vor dem Spiel am Netz warten. Diesmal liessen Sie ihn warten. Und statt für Aufschlag entschieden Sie sich für Rückschlag. Psychologie? Ich habe einfach gedacht, heute machen wirs mal anders. Die Spieler lassen ihn zuviel ­machen, lassen ihn seinen Rhythmus bestimmen. Vom Zeitpunkt, an dem man die Garderobe verlässt, bis zum ersten Ballwechsel, sind gegen ihn zwanzig Minuten vergangen. Normalerweise sollten es fünf bis zehn Minuten sein. Jetzt nahm ich mir halt mal die Zeit und schaute, wie geduldig er ist. Und heute hatte ich wenig zu verlieren, daher nahm ich es mit Humor. Vielleicht half es, dass ich befreiter aufspielte.
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Das Siegerpaar: Roger Federer und Dinara Safina, die sich bei den Frauen durchsetzte. (Keystone)
Das Siegerpaar: Roger Federer und Dinara Safina, die sich bei den Frauen durchsetzte. (Keystone)
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