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Wie frustrierend muss der Abend für Robin Söderling sein. Er hat im ersten Satz vier Breakbälle, verwertet aber keinen einzigen. Federer packt bei 3:3 seine erste Chance, bringt den ersten Durchgang heim.
Etwas anders im zweiten Satz, nur nicht viel weniger deprimierend. Federer breakt, Söderling gelingt das Rebreak, Federer breakt erneut. Wieder ist der Satz weg. Und als er im dritten endlich das Momentum auf seine Seite zu zwingen scheint, zum 5:3 davonzieht, kommt die Antwort des Schweizers erneut postwendend.
Federer im «Hurrikan» einfach besser
Im starken Wind – Caroline Wozniacki hat die Verhältnisse zuvor etwas gar dramatisch als «Hurrikan» beschrieben – ist Federer ganz einfach der bessere Spieler. Er passt sich viel besser an, serviert fantastisch (18 Asse), lässt Söderling laufen. So wie er es prophezeit hatte.
Sein Spiel ist die reinste Show, der Schwede nur Statist. Und Federers Freund bekommt es in der Spielerbox hautnah mit. Die Revanche für die bittere Paris-Niederlage ist schlicht perfekt.
Federer zeigt Respekt vor Djokovic
Jetzt kommt es zu einer anderen Neuauflage in den Halbfinals. Mit Novak Djokovic. Nach einem Finalduell 2007 und zwei Halbfinal-Vergleichen 2008 und will der Serbe den Schweizer in New York endlich einmal bezwingen.
Er ging in New York – wo der Fokus fast ausschliesslich auf Federer und Nadal gerichtet ist – bislang unter dem Radar durch. Djokovic hat sich in den letzten Runden enorm gesteigert, liess Gaël Monfils mit zunehmender Dauer schlecht aussehen.
Federer: «Ich habe zuletzt in Toronto gegen ihn zittern müssen. Das wird sehr schwierig.» Der Schweizer zeigt Respekt vor seinem Gegner, ist jedoch spätestens nach seiner Vorstellung gegen Söderling auch in diesem Duell der klare Favorit.