Im Halbfinal der US Open wartet Novak Djokovic Federers Revanche gegen Söderling!

  • Publiziert: 09.09.2010, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Christian Bürge aus New York

NEW YORK - Roger Federer gelingt mit einem 6:4, 6:4, 7:5 gegen Robin Söderling die Revanche für die Viertelfinalniederlage in Paris. Jetzt wartet ein Mann, der bislang unter dem Radar durchging.

Wie frustrierend muss der Abend für Robin Söderling sein. Er hat im ersten Satz vier Breakbälle, verwertet aber keinen einzigen. Federer packt bei 3:3 seine erste Chance, bringt den ersten Durchgang heim.

Etwas anders im zweiten Satz, nur nicht viel weniger deprimierend. Federer breakt, Söderling gelingt das Rebreak, Federer breakt erneut. Wieder ist der Satz weg. Und als er im dritten endlich das Momentum auf seine Seite zu zwingen scheint, zum 5:3 davonzieht, kommt die Antwort des Schweizers erneut postwendend.

Federer im «Hurrikan» einfach besser

Im starken Wind – Caroline Wozniacki hat die Verhältnisse zuvor etwas gar dramatisch als «Hurrikan» beschrieben – ist Federer ganz einfach der bessere Spieler. Er passt sich viel besser an, serviert fantastisch (18 Asse), lässt Söderling laufen. So wie er es prophezeit hatte.

Sein Spiel ist die reinste Show, der Schwede nur Statist. Und Federers Freund bekommt es in der Spielerbox hautnah mit. Die Revanche für die bittere Paris-Niederlage ist schlicht perfekt.

Federer zeigt Respekt vor Djokovic

Jetzt kommt es zu einer anderen Neuauflage in den Halbfinals. Mit Novak Djokovic. Nach einem Finalduell 2007 und zwei Halbfinal-Vergleichen 2008 und will der Serbe den Schweizer in New York endlich einmal bezwingen.

Er ging in New York – wo der Fokus fast ausschliesslich auf Federer und Nadal gerichtet ist – bislang unter dem Radar durch. Djokovic hat sich in den letzten Runden enorm gesteigert, liess Gaël Monfils mit zunehmender Dauer schlecht aussehen.

Federer: «Ich habe zuletzt in Toronto gegen ihn zittern müssen. Das wird sehr schwierig.» Der Schweizer zeigt Respekt vor seinem Gegner, ist jedoch spätestens nach seiner Vorstellung gegen Söderling auch in diesem Duell der klare Favorit.

Das sagt Federer zum Match gegen Söderling

«So einfach wie es aussah, war es nicht. Gut es lief gut, ich konnte es in allen drei Sätzen ausservieren. Das ist hervorragend, wenn es so läuft.

Aber die Bedingungen waren schwierig die letzten Tage mit dem Wind. Der Kopf und der Hals fühlt sich komisch an. Es ist einfach nicht angenehm. Auch wenn man dann souverän gespielt hat fühlt man sich nicht souverän, weil die Bedingungen so durcheinander sind. Man kann die Leistung nicht richtig bewerten.

Manchmal muss ich das Team fragen, ob es wirklich so gut war, wie alle sagen. Ich kann das nicht abschätzen, es ist solch eine Konzentrationsleistung, solch ein Krampf.»

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