Doppel-Partner erinnern sich «Federer war mental schwach»

Anlässlich des 31. Geburtstages von Tennis-König Federer blicken seine einstigen Weggefährten auf den jungen Roger zurück. Keiner von den (Ex-)Profis hätte dem Schweizer eine solche Karriere zugetraut.

  • Publiziert: 09.08.2012
Werbung überspringen

Auch wenn in London «nur» die Silbermedaille herausschaute, steht Roger Federer auf dem Tennis-Olymp. Mit 17 Grand-Slam-Titeln und etlichen Rekorden gilt er gemeinhin als bester Spieler aller Zeiten. Dabei hätten ihm dies seine ehemaligen Trainings-Partner zu Beginn seiner Tennis-Laufbahn nicht zugetraut.

Das Tennis-Portal tennis.com hat einige von Federers Ex-Kollegen befragt. Insgesamt hat der Baselbieter 199 Doppel-Matches mit 27 verschiedenen Partnern und Partnerinnen bestritten.

«Ehrlich gesagt hätte ich damals nicht im Traum voraussehen können, dass Roger ein Superstar und eine Tennis-Legende werden würde», sagt Max Myrni, frischgebackener Olympiasieger im Mixed. Er habe zwar schon einige gute Schläge draufgehabt, aber auch viele Mängel. Dennoch gerät der 35-jährige Weissrusse ins Schwärmen: «Mit ihm zu spielen, war ein absoluter Genuss. Er begann uns, seinen Kollegen, die verschiedenen Dimensionen aufzuzeigen, wie man Tennis spielen kann.»

«Die Rückhand konnte er nur mit Slice spielen», schildert der Südafrikaner Wayne Ferreira (40).

Die ehemalige Weltnummer 1 Jonas Björkman konstatiert: «Man konnte sehen, wie gut sein Spiel war, aber mental war er zu jener Zeit ziemlich schwach.» Innerhalb eines Jahres habe Federer dann eine extreme Entwicklung gemacht. «Als 19-Jähriger war er dann so reif und unglaublich talentiert, dass man wusste, er würde ein phänomenaler Spieler.»

Als Federer im Alter von 17 Jahren ein Junioren-Turnier gewann, stellte sein unterlegener Gegner Guillermo Coria (30) fest: «Das ist der beste Aufschlag, den ich je bei den Junioren gesehen habe.» Federer feierte das Jahresende 1998, das er auf Platz eins der Junioren-Wertung Ende abschloss, indem er seine Haare blond färbte.

Dass Roger «die Nummer 1 und der beste aller Zeiten» werden würde, hätte damals auch der Schweizer Ex-Profi Michel Kratochvil (33) nicht gedacht. Den Grund für Federers Erfolg macht der Berner an folgenden Faktoren fest: «Es war ganz viel harte Arbeit und er hat unglaubliches Talent. Seine genetische Postur, die Art, wie er eine Vielfalt von Schlägen spielt, wie er sich bewegt, wie er antizipiert – das alles macht ihn so speziell.» Das Bemerkenswerteste an Federers Werdegang sei, dass er auch heute noch «immer so glücklich ist und es so liebt», wenn er wieder einmal Wimbledon gewinne, resümiert Björkman. (ds)

Beliebteste Kommentare

  • Sascha  Peter
    Ein Hoch auf unseren wohl besten Schweizer Export! :D Unglaublich was unser Roger alles geschafft hat und noch schaffen wird...:D GO AHEAD ROGER!!
  • Ursina  Stoller
    Was heisst denn hier Export? Go Roger! Wohl der Beste Schweizer Sportler für immer und ewig... youre legend too!

Alle Kommentare (9)

  • Mathias  Glarner , Zürich , via Facebook
    Es ist unglaublich vor einbisschen mehr als einem Monat war da viel mehr Kritik zu lesen bei den Kommentaren -.- Ich persönlich stand IMMER hinter Roger Federer und traute ihm zu jedem Zeitpunkt einen weiteren Grand Slam zu! Was manche Personen geschrieben haben, die dürften sich eigentlich gar nicht freuen über den jetzigen Erfolg von Roger. Den die forderten den Rücktritt, was ich überhaupt nicht verstehen kann.
    Ich bin 19 Jahre alt und habe manchmal das Gefühl ich muss ältere Personen belehren.
    • Rosmarie  Byland , Dottikon
      Du hast absolut recht. Verliert Roger, wird er kritiesiert und man verlangt von ihm dass er zurücktreten soll. Gewinnt er aber, dann sind die gleichen Nörgler wieder da und wollen ihm auf die Schulter klopfen
      • 09.08.2012
      • als Kommentar auf Mathias  Glarner , Zürich
      • 28
      • 2
  • Ursina  Stoller
    Was heisst denn hier Export? Go Roger! Wohl der Beste Schweizer Sportler für immer und ewig... youre legend too!
  • Rudi  Rubbel
    Federer hat den Zenith seiner Karriere bereits deutlich überschritten.
    Er sollte jetzt auf dem nochmaligen Höhepunkt seine Karriere als ungeschlagene Nr. 1 der Welt beenden. So ein Abgang würde Federer noch vielmehr Sympathien einbringen und sein Image ausserodentlich verstärken, wenn es da etwas zu verstärken gibt.

    Wenn er dies nicht tut wird er wohl oder übel bald aus den Top Ten verschwinden, als geschlagene Nr.1. Er hat genug erreicht..
    • Hans  Ueli
      Herr Rubbel hat wohl den Blick auf das Geschehen im aktuellen Männertennis aus den Augen verloren. Entweder haben Sie nichts vom Wimbledonsieg und der Silbermedaille mitbekommen oder Sie sind ein unzufriedener Tennisprophet der den Abstieg von Federer schon vor etlicher Zeit vorausgesehen hat. Tja leider ist nichts von dem eingetroffen..... Wenn Sie gerade dabei sind. Schreiben Sie doch bitte auch noch eine Rücktrittsforderung bei Artikel über Bolt, Lochte, Williams, Wiggins etc. ..............
      • 09.08.2012
      • als Kommentar auf Rudi  Rubbel
      • 141
      • 17
    • Sascha  Peter
      Herr Rubbel... Können Sie dies beurteilen ob er schon seinen Zenit - ohne h - erreicht hat? Waren Sie schon mal Tennisspieler?? Agassi hat mit 34 Jahren immer noch Grand Slams gewonnen... Ach ja noch eine Korrektur ausseroRdentlich...:D Jajaja die Leute, die Roger immer schwachreden wollen... Weiss nicht warum sein Image leiden sollte, wenn er noch 2-3 Jahre spielt... Na und, auch wenn er aus den Top 10 fällt... Er ist immer noch ne Legende!!! GO ROGER!!!
      • 09.08.2012
      • als Kommentar auf Rudi  Rubbel
      • 148
      • 15
    • Dani  Gerber , via Facebook
      Roger spielt Tennis weil es ihm Freude bereitet. Er soll dann aufhören, wenn er es für richtig hält und nicht dann, wenn es einige Neider gerne sehen würden. Statt dass man stolz ist auf ihn, fordert man immer und immer wieder seinen Rücktritt. Das ist so unglaublich mühsam.
      • 09.08.2012
      • als Kommentar auf Rudi  Rubbel
      • 70
      • 2
  • Sascha  Peter
    Ein Hoch auf unseren wohl besten Schweizer Export! :D Unglaublich was unser Roger alles geschafft hat und noch schaffen wird...:D GO AHEAD ROGER!!
    • P.  Weiss
      Nähme mich mal Wunder, welche Pfeiffen diesen Kommentar negativ bewerten.... King Roger, best ever!!!
      • 09.08.2012
      • als Kommentar auf Sascha  Peter
      • 270
      • 43

Top 3

1 Donnerwetter in Paris Hagel auf Sand! Federer bricht Training abbullet
2 Nadal droht erst im Final Glücksfee Maria zieht Super-Los für Roger!bullet
3 «Hier bin ich!» Endlich zwitschert auch Roger auf Twitter!bullet

Tennis

Platz Name Land Punkte
1 Novak Djokovic SRB 12310
2 Andy Murray GBR 8670
3 Roger Federer SUI 8000
4 Rafael Nadal ESP 6895
5 David Ferrer ESP 6740
6 Tomas Berdych CZE 4700
7 Juan Martin Del Potro ARG 4320
8 Jo-Wilfried Tsonga FRA 3795
9 Richard Gasquet FRA 3090
10 Janko Tipsarevic SRB 2640
11 Stanislas Wawrinka SUI 2630

Tennis