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Privat läuft bei Roger Federer zurzeit alles optimal – seine sportliche Krise kann der frühere Branchen-Primus aber nicht mehr leugnen.
Der 13-fache Grand-Slam-Sieger und Weltranglisten-Zweite sucht nach dem Achtelfinal-Out gegen Stanislas Wawrinka in Monte Carlo nach Gründen für die erste Niederlage gegen seinen Freund: «Ich muss an meinem Timing arbeiten und schauen, dass ich meine Vorhand und meine Beinarbeit verbessere.»
Mit dem Aus in Monte Carlo wartet Federer seit Oktober 2008 auf einen ATP-Turnier-Sieg. «Jetzt habe ich eine Woche, um hart zu trainieren. Ich weiss, wo ich noch Fortschritte machen kann», sagte Federer.
Verbesserungen scheinen auch bitter nötig, wenn der Schweizer vor allem bei den French Open in Paris (24. Mai bis 7. Juni) keine weitere Enttäuschung hinnehmen möchte. Allerdings ist Federers Quote bei Grand-Slam-Turnieren weiterhin beeindruckend: seit den French Open 2004, wo er in der 3. Runde an Gustavo Kuerten (Br) scheiterte, erreichte Federer in jedem Major-Turnier mindestens die Halbfinals.
Dennoch rätseln Fans über die Gründe für das Federer-Tief. Ist er müde, fehlt ihm ein Trainer oder findet er mehr und mehr Gefallen am Privatleben? Wenige Minuten nach seiner Niederlage quoll der elektronische Briefkasten auf seiner Internetseite über. «Tja, was soll man sagen? Als Fan hat man wieder mitgehofft, mitgezittert und mitgelitten, und wieder muss eine weitere kleine Enttäuschung verarbeitet werden», schrieb einer.
Beunruhigt ist Federer aber nicht. Er erwarte von sich ohnehin nicht mehr, den Rest der Tenniswelt zu dominieren. (Si/sim)
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Privat läuft es bestens: Roger und Mirka Federer. (AP)