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Roger Federer steht im Final der Australian Open. Der Schweizer fertigte den im bisherigen Turnierverlauf sehr stark aufspielenden Roddick locker in drei Sätzen ab. Der Amerikaner blieb hauptsächlich dank seinem Monster-Aufschlag im Spiel, ansonsten war Roger in jeglicher Hinsicht überlegen.
Besonders wenn der Amerikaner ans Netz ging, machte er oftmals unnötige Fehler. Auch bei den Grundlinienduellen war Federer überlegen. Kämpferisch kann man Roddick aber keinerlei Vorwürfe machen. Und ab und an gelangen auch dem 26-Jährigen Traumbälle. Ein meisterlicher Slice im dritten Satz sorgte für Jubelstürme bei den Fans, und zauberte selbst Federer ein Lächeln auf die Lippen.
Das Theater mit dem Schiedsrichter
Roddick sagte einmal zu Federer: «Ich würde es lieben dich zu hassen, du bist aber einfach zu nett.» Diese schönen Worte wird der Amerikaner definitiv nicht zum Schiedsrichter gesagt haben. Gleich mehrmals diskutierte Roddick lautstark mit dem Schiri, einmal wurde der Amerikaner sogar ermahnt, weil er laut das Wort mit «F» ausgesprochen hat!
Besonders hart erscheint das Resultat, wenn man die Statistik bemüht. Roddick machte bei eigenem Aufschlagspiel kaum eigene Fehler (deutlich weniger als Roger), Federer war aber fast bei jedem wichtigen Punkt zur Stelle, und brachte Roddick so zur Verzweiflung.
Roddick trotz Top-Fitness chancenlos
Um Federers Fitness-Zustand haben ihn schon viele Spieler beneidet. Doch auch Roddick hat sich in diesem Punkt deutlich gesteigert, das liegt sicherlich auch daran, dass der Amerikaner nach einer Diät sieben Kilogramm verloren hat. Insgesamt war der Amerikaner deutlich schneller auf den Beinen als früher. Teilweise stürmte er jedoch ungestüm nach vorne, und machte es dadurch dem technisch überragenden Federer einfach.
Roddick wird heute Nacht wohl schlecht träumen, seine Horror-Bilanz gegen Roger lautet nämlich 2:16, in Grand Slam Turnieren steht es sogar 0:7 für den Schweizer.
Holt Federer Sampras bereits in Australien ein?
Was für eine Bilanz: Roger hat damit bereits 18 Grand-Slam-Final-Teilnahmen erreicht, und von den 17 bislang ausgetragenen nur deren drei verloren.
Damit kann Roger also schon beim ersten Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr den 14. Sieg einfahren, und mit dem legendären Pete Sampras gleichziehen.
Federer war mit seinem Spiel zufrieden: «Ich habe sehr solide gespielt. Roddick machte zwar viele Aufschlagwinner, jedoch konnte ich sein Spiel sehr gut lesen. Eigentlich dachte ich, dass Roddick mehr ans Netz kommen würde, doch mein guter Start hat ihn sicherlich verunsichert.»
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3. Platz: Roger Federer. (Keystone)