
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Für den Deutschen Andreas Beck war es eine Ehre, gegen Federer auf dem Platz zu stehen. Bis er seine Ehrfurcht ein wenig abgelegt hatte, stand es schon 5:0 zugunsten der Nummer 2, nach einer Stunde und 41 Minuten war der Spuk mit einem 6:3, 6:4, 6:3 vorbei. 15 Asse, 29 Winner, fünf von zehn Breakbällen verwertet: Gute Statistiken.
Federers unglaubliche Bilanz
Aber sie geben nicht vollumfänglich wieder, wie gut dieser Federer auf diesem Platz ist. Seit 2004 hat er in New York 43 von 44 Matches gewonnen. Er fühlt sich zuhause auf diesem Platz. Und er wirkt hier so frisch wie nur bei den Australian Open. Kommt dazu, dass er eine Spur angriffiger spielt.
Auch Philipp Kohlschreiber, der mit ihm in Zürich die Vorbereitung gemacht hat, sagt: «Annacone drängt ihn, aggressiver zu spielen, mehr Druck auf den Gegner aufzubauen, mit einem Return nach vorne zu gehen, mehr Serve und Volley einzustreuen.»
Coach Annacone pflegte angriffigen Stil
Sein neuer Coach war selbst einmal Spieler, pflegte permanent am Netz aufzutauchen. Ein amerikanischer Journalist spottete in diesen Tagen: «Das war das einzige, was er konnte. Auf den Ball hauen und dann irgendwie nach vorne rennen.»
Der Erfolg als Coach (mit Sampras und Henman) ist jedoch unbestritten. Annacone weiss, dass er Federer punkto Technik nichts Wegweisendes mehr beibringen kann. «Er hat da draussen die grösste Werkzeugkiste von allen dabei. Der Schlüssel ist für mich, am meisten daraus zu machen. Was ich mache ist vor allem Strategie. Ich versuche mit ihm einen Spielstil zu kreieren.»
So wie Federer derzeit auftritt, zweifelt kaum einer dran, dass er noch zwei Runden lang unbedrängt sein wird. Zunächst wartet der Franzose Mathieu, danach sieht es nicht gefährlicher aus. Wer kann ihm weh tun? Wohl nur die ganz grossen Namen und Nummern. Bis dahin scheint er weiterhin an Tempo aufzunehmen.