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Jetzt will er Sampras packen: Federer jagt schon den nächsten Rekord

Roger Federers Rekordhunger ist noch nicht gestillt. Er will mehr. Und auf einen Rekord von Pistol-Pete Sampras ist er besonders heiss.

Von Marces Hauck aus Melbourne | Aktualisiert um 16:25 | 02.02.2010
Ein gut gelaunter Federer bei der Presskonferenz. Seinen 16. Grand-Slam-Pokal natürlich immer mit dabei, auch am Tag nach seinem Triumph. Klicken Sie sich durch die Bilder! (Reuters)
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«Ich versuche nicht, jeden Rekord zu brechen», sagt Roger Federer. Einen aber will er unbedingt. Heute beginnt seine 268. Woche als Nummer 1. Er egalisiert damit die Marke von Jimmy Connors. In zwei Wochen holt er Ivan Lendl ein.

Dann steht noch Pete Sampras vor ihm.
Am 7. Juni, nach dem Paris-Final, würde Federer mit ihm gleichziehen, eine Woche später die Spitze übernehmen. Sein Vorsprung ist beträchtlich: Novak Djokovic, die neue Nummer 2, liegt 3040 Punkte zurück, Andy Murray 3550.

Rafael Nadal ist chancenlos – wegen der Verletzung und den Punkten, die er verteidigen muss. Bis Paris haben auch Djokovic und Murray mehr Punkte zu verteidigen als Federer. Wenn er als Nummer 1 in Roland Garros antritt und die Führung verteidigt, schnappt er sich Sampras.
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Das grosse Federer-Dossier
Roger Federer baut in Melbourne einen Wahnsinns-Rekord aus. Gegen Murray holt Federer seinen 16. Grand-Slam-Titel und hängt Pete Sampras (14) ab. Der Final an den Australian Open ist sein 22. auf Stufe Grand Slam – ebenfalls Rekord! (AP)
Ähnlich gut ist nur Ivan Lendl, der 19 Mal in einem Final stand. Den Rekord von Sampras bricht Federer in Wimbledon. (Reuters)
Nur sechs Spielern gelang es, in ihrer Karriere alle vier Major-Turniere zu gewinnen. Neben Andre Agassi ist Roger zudem der Einzige, der dies auf drei verschiedenen Belägen geschafft hat. (AP)
Roger Federer in Melbourne 2006. Ein geschichtsträchtiger Moment: Federer ist der erste Spieler neben Richard Sears, der seine ersten sieben Grand-Slam-Finals für sich entscheidet. Beim French Open bricht anschliessend seine Serie. (Reuters)
Keinem ausser dem Schweizer gelang es, drei verschiedene Grand-Slams-Turniere mindestens dreimal zu gewinnen. Federer schaffte – neuerdings – vier Triumphe beim Australian Open, fünf beim US Open und sechs in Wimbledon. (Sven Thomann)
Federer nimmt zum fünften Mal in Folge die Trophäe in Wimbledon entgegen. Diese Siegesserie gelang ihm auch beim US Open. Diese Kombination hat sonst keiner geschafft (Wimbledon 2003-2007, US Open 2004-2008). (Keystone)
Mit der Final-Qualifikation für Wimbledon 2009 stellt Roger Federer einen weiteren unglaublichen Rekord auf. Zum siebten Mal in Serie steht er beim wichtigsten Tennisturnier der Welt im Endspiel. Das gabs noch nie. (Keystone)
Federer hat bei jedem Major-Turnier mindestens viermal das Finale erreicht. Ausser ihm schaffte das niemand. Leider ging er nicht immer als Sieger vom Platz. Wie hier gegen Rafael Nadal in Paris 2007. (Romina Amato)
In Wimbledon stand Roger Federer in seinem 21. Grand-Slam-Halbfinal in Folge. Das gelang noch keinem anderen Spieler. Und: Rogers Serie dauert immer noch an. Mittlerweile steht er bei 23! (Reuters)
2007 schafft Federer den Triumph in Melbourne ohne einen einzigen Satz abzugeben. Roger ist der erste Spieler seit Björn Borg in Paris 1980, dem das gelingt. Ausserdem blieb der Schweizer beim folgenden French Open weitere vier Runden ohne Satzverlust, womit er auf ein Total von insgesamt 36 gewonnenen Grand-Slam-Sätzen in Folge kommt. Das ist, sie ahnen es, Rekord! (Romina Amato)
Auch in Übersee ist er äusserst stark. Als einziger Spieler schafft er das Double in Indian Wells und Miami zweimal in Folge. Ausserdem konnte er als einziger neben Andre Agassi und Michael Chang mindestens einmal bei den Turnieren von Indian Wells, Miami, Kanada und Cincinnati gewinnen. Er ist aber der Einzige, der allesamt auch zweimal gewann. (Reuters)
Auch ausserhalb der Stufe Grand Slam schlägt Federer zu. 2005 gewinnt er in der damaligen Kategorie «Masters 1000» als erster Spieler überhaupt vier Turniere. Im Jahr darauf wiederholt er dieses Kunststück. (Sven Thomann)
2005 demütigt Federer seinen Gegner Gaston Gaudio beim Masters Cup in Shanghai mit 6:0, 6:0. Eine Brille ist beim Tour-Finale noch keinem anderen Spieler gelungen. Ausserdem gelang es neben Federer nur Ivan Lendl (1987/88), den Saisonabschluss zweimal in Serie für sich zu entscheiden (2003/2004, 2006/2007). (Reuters)
Keiner hielt sich so lange an der Spitze der Tennis-Weltrangliste wie Roger Federer. Am 26. Februar 2007 brach er den Rekord von Jimmy Connors (160 Wochen). Rund sechs Monate später zieht Federer auch an Steffi Graf vorbei, die sich während 186 Wochen an der Spitze hielt. Bis zum 18. August 2008 hielt sich Federer 237 Wochen auf dem Tennis-Thron – Einsame Spitze! (AP)
Keiner sammelte so fleissig Punkte wie Roger Federer. 2006 sammelte er im Champions Race 1674 Punkte, was Bestmarke bedeutet. In der Weltrangliste kam Federer so auf 8370 Punkte. Das ist ebenfalls Rekord. Vorher knackte Federer schon als erster Spieler die Marken von 7000 und 8000 Punkten. (Reuters)
Um diese Rekorde zu schaffen brauchte es zahlreiche Siegesserien des Schweizers. Zwischen 2003 und 2005 gelangen Federer 26 Siege in Folge gegen Spieler aus den Top Ten. (Sven Thomann)
Eine Serie, die 2005 endete, ist diejenige von Finalsiegen in Folge. 24 gelangen dem Schweizer. (Reuters)
Dem Schweizer gehören die Rekorde für die längsten Siegesserien auf Hartplatz und Rasen. Auf Hartplatz realisierte Federer zwischen 2005 und 2006 56 Siege. Auf Rasen ist die Bilanz noch eindrücklicher: Zwischen 2003 und 2008 blieb Federer 65 Mal ungeschlagen. Die Serie endete im Final von Wimbledon gegen Rafa Nadal. (Keystone)
Auch beim Preisgeld ist Federer ganz weit vorne. 2006 verdiente der Schweizer so viel wie sonst keiner vor ihm in einer Saison. 8´343´885 US-Dollar erspielte sich Roger und brach damit Pete Sampras´ Rekord, der auf knapp 6,5 Mio US-Dollar kam. 2007 steigerte Federer seinen eigenen Rekord auf über 10 Millionen. Mittlerweile steht Roger Federer auch beim Karriere-Total vor allen anderen. (Sven Thomann)
Wimbledon 2003: Federer – Philippoussis 7:6, 6:2, 7:6. (Keystone)
Australian Open 2004: Federer – Safin 7:6, 6:4, 6:2. (Keystone)
Wimbledon 2004: Federer – Roddick 4:6, 7:5, 7:6, 6:4. (Keystone)
US Open 2004: Federer – Hewitt 6:0, 7:6, 6:0. (Keystone)
Wimbledon 2005: Federer – Roddick 6:2, 7:6, 6:4. (Keystone)
US Open 2005: Federer – Agassi 6:3, 2:6, 7:6, 6:1. (Keystone)
Australian Open 2006: Federer – Baghdatis 5:7, 7:5, 6:0, 6:2. (Keystone)
Wimbledon 2006: Federer – Nadal 6:0, 7:6, 6:7, 6:3. (Keystone)
US Open 2006: Federer – Roddick 6:2, 4:6, 7:5, 6:1. (Keystone)
Australian Open 2007: Federer – Gonzalez 7:6, 6:4, 6:4. (Keystone)
Wimbledon 2007: Federer – Nadal 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2. (Keystone)
US Open 2007: Federer – Djokovic 7:6, 7:6, 6:4. (Keystone)
US Open 2008: Federer – Murray 6:2, 7:5, 6:2. (Keystone)
French Open 2009: Federer – Söderling 6:1, 7:6 (7:1) und 6:4. Federer ist nach Rod Laver, Björn Borg und Rafael Nadal der vierte Spieler der Geschichte, der gleichzeitig Titelträger in Roland Garros und Wimbledon ist. (Reuters)
Wimbledon 2009: Federer – Roddick 5:7, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 3:6 und 16:14. Es ist Federers 15. Grand Slam-Titel. (Reuters)
Australian Open 2010: Federer – Murray 6:3, 6:4, 7:6 (13:11). Es ist Federers erster Grand Slam-Titel als Vater. (Reuters)
Das sagen Blick.ch-Leser
Ludwig von Richten, Bern - 19:29 | 02.02.2010
» Büschy Wilfried da, Büschy Wilfried dort, mal oben, mal unten, mal rechts, mal links. Es ist zum kotzen. Ob mein Kommentar veröfffentlicht wird?
Alain Hüppi, Kriens - 17:01 | 02.02.2010
» klar wird er diesen rekord auch noch holen! und noch einer: agassi hat 17 masters-titel (jetzt atp-1000-series), und federer steht bei 16... ach ja, gewinnt roger im nächsten jahr auch einen GS titel, holt er 9 jahre hintereinander jedes jahr mind. 1 GS titel... sampras & lendl oder borg stehen bei 8.
Büschy Wilfried, zu Hause - 16:37 | 02.02.2010
» Federer da, Federer dort, mal oben, mal unten, mal rechts, mal links. Es ist zum kotzen. Ob mein Kommentar veröfffentlicht wird?
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