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Die Tennisfans haben ein kurzes Gedächtnis. Die aktuellen Stars stechen in der Wahl von Blick und Manor die ehemaligen Topleute deutlich aus. Fast 40000 Leute haben abgestimmt, und über 31 000 votierten für Roger Federer. Das sind 78,5 Prozent aller Stimmen.
Logisch: Es wurde ja auch in der Schweiz gewählt. Dennoch zeigt das Ergebnis die nach wie vor immense Popularität Federers in seiner Heimat. In einer vom Schweizer Fernsehen übertragenen Ehrung erhielt der 30-jährige Basler den Pokal aus den Händen von Turnierdirektor Roger Brennwald, Manor-CEO Bertrand Jungo und Ringier-CEO Marc Walder.
Die Wahl ist auch ohne Lokalpatriotismus völlig logisch und berechtigt. Mit vier Titeln ist er der erfolgreichste Spieler der Swiss Indoors, vor dem dreifachen Titelträger Stefan Edberg. Der schwedische Gentleman landet jedoch abgeschlagen auf Platz 8. Die Fans ziehen die aktuellen Stars vor.
Mit ebenfalls grossem Abstand nach vorne und hinten kommt Novak Djokovic auf Platz 2. Ein grosser Liebesbeweis der Schweizer an die Weltnummer 1 aus Serbien. Immerhin ist der Basel-Champion von 2009 und Finalist des letztes Jahres auch heuer Federers härtester Gegner.
Mit Andre Agassi und Pete Sampras belegen zwei vor relativ kurzer Zeit Zurückgetretene die Plätze 4 und 5. Besonders erstaunlich: Agassi konnte die Swiss Indoors nie gewinnen (Final-Niederlage 1998 gegen Tim Henman). Aufs Podest schafft es stattdessen doch noch einer der goldenen 70er-Generation: Björn Borg. Der coole Schwede hievte das Turnier am Rheinknie auf die Bühne des Welttennis.