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Als Robin Söderlings letzte Vorhand ins Aus fliegt, schreit Roger Federer seine Freude heraus. Die Erleichterung nach dem 6:0, 6:3, 6:7 (6:8), 7:6 (8:6)-Sieg ist gross. Denn im Tie-Break des vierten Satzes sieht sich Federer sogar einem Satzball des Schweden gegenüber. Doch schliesslich rettet er sich gegen den stärker werdenden Gegner über die Ziellinie, bevor es zum Showdown eines fünften Satzes kommt.
Zwei brillante Sätze von Federer
Dass Federer in diesem Spiel überhaupt in Rücklage gerät, steht lange Zeit gar nicht zur Diskussion. Die Weltnummer 1 spielt zwei Sätze lang brillant, dominiert Söderling nach Belieben, punktet mit dem Service nach Lust und Laune. Als der Schwede beim Stand von 6:0, 5:2 für den Schweizer rasend vor Wut seinen Schläger zerbricht, bekommt er zwar eine Verwarnung, aber für ihn ist es gleichzeitig auch eine Initialzündung für eine massive Steigerung. Der Wind wird immer stärker, weil ein Tief heranzieht. Für Federer ist es eine doppelte Sturmwarnung.
Von nun an beginnt Söderling selbst ausgezeichnet aufzuschlagen und Federer mit seiner Vorhand unter Druck zu setzen. Söderling gewinnt den Tie-Break des dritten Satzes nach 0:4-Rückstand und bleibt bis zum Ende ein gleichwertiger Gegner. «Vielleicht ging es am Anfang zu einfach», sagt Roger Federer im Platzinterview. Er hat die Bilanz gegen den Schweden auf 12:0 ausgebaut. Viel bedeutender aber ist eine andere Zahl. Federer hat nun 22 Mal in Folge (!) einen Grand-Slam-Halbfinal erreicht. Zum Vergleich: Der zweitbeste in dieser Statistik – Ivan Lendl – hat 10 Major-Halbfinals in Serie aufzuweisen. «Das ist einer der grössten Rekorde meiner Karriere», weiss es der Schweizer richtig einzuschätzen.
Er trifft nun am Samstag auf den Serben Novak Djokovic, die ATP 4. Es ist die Reprise des US-Open-Halbfinals von 2008. Damals gewann Federer in vier Sätzen. Die Bilanz gegen Djokovic steht bei 8:4.