Piatti, Lüthi, Mister X: Federer dreht am Trainer-Karussell

Roger Federer will 2014 noch einmal voll angreifen. Tut er es mit einem neuen Trainer?

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Riccardo Piatti

Der 55-jährige Italiener gilt als Top-Trainer. 2006 führte er den Kroaten Ivan Ljubicic auf Platz drei der Weltrangliste. Zu dieser Zeit betreute er für kurze Zeit auch Novak Djokovic. Seit 2011 war er Trainer von Richard Gasquet und brachte den Franzosen zurück in die Top Ten der Weltrangliste.

Die Nachricht trifft Richard Gasquet am Freitagabend aus heiterem Himmel. Sein Trainer Riccardo Piatti teilt dem Franzosen vor dessen letztem Gruppenspiel bei den World Tour Finals gegen Novak Djokovic mit, dass er die Zusammenarbeit nach zwei Jahren beenden wird.

«Ich bin sehr überrascht und enttäuscht. Es lief gut zwischen uns, es gab keine Probleme», sagt der 27-jährige Gasquet. Riccardo Piatti (wird heute 55) schweigt zu den Gründen für die Trennung, geht vorerst auf Tauchstation und lässt damit Raum für Spekulationen.

Eine davon betrifft auch Roger Federer. Der 32-jährige Baselbieter soll sich Gedanken machen, Piatti in sein Team zu holen. Das berichten zumindest italienische Medien. Piatti soll im kommenden Jahr Federers Haupttrainer Severin Lüthi sporadisch entlasten.

Zu diesem Gerücht passt auch, dass Piatti in den letzten Tagen Bilder von Federer-Coach Severin Lüthi, Copain Yves Allegro, Fitnesstrainer Pierre Paganini, Physio Stéphane Vivier und Federer selber in die Welt verschickte. Da stand er allerdings noch in Lohn und Sold bei Richard Gasquet.

Federer selber lässt sich 48 Tage vor dem Saisonstart in Brisbane Zeit, lässt aber durchblicken, dass es solche Gedankenspiele gibt. «Ich bleibe mit Lüthi und Paganini zusammen, das ist klar. Wenn noch jemand dazustösst, warum nicht?» Ein Dementi klingt anders.

Ohne Annacone wird Lüthis Pensum weiter anschwellen. Der 37-Jährige ist auch noch in beratender Funktion für Stan Wawrinka tätig und zudem Schweizer Davis-Cup-Captain. «220 Tage im Jahr bin ich mit Roger unterwegs. Daneben gibts viel zu organisieren», sagt Lüthi.

Denkbar ist, dass Federer nach Paul Annacone, von dem er sich Mitte Oktober nach dreieinhalb Jahren trennte, keinen Vollzeittrainer mehr an Bord holt sondern einen Berater engagiert. Vor Annacone hatte Roger mit Peter Lundgren (2000 bis 2003) nur einen vollzeitlichen Coach.

Danach holte sich Federer mit José Higueiras und Tony Roche jeweils Berater. Die grösste Konstante in seinem Team ist aber Severin Lüthi, der seit 2007 an seiner Seite ist. Mit Konditionstrainer Pierre Paganini schuftet Federer sogar schon seit 13 Jahren zusammen.

Beliebteste Kommentare

  • Abbas  Schumacher , Basel , via Facebook
    Freuen wir uns auf weitere Auftritte von Federer. Dass er nicht mehr der Jüngste ist kann man verzeihen. Jeder Sieg freut, solange er Freude hat am Spielen, leiden wir halt mit und freuen uns mit Ihm, wenn er siegt.
  • Rolf  Krebs , via Facebook
    Roger Federer spielt immer noch gut Tennis aber für weiter nach vorne, oder gar an die Weltranglistenspitze reicht es nicht mehr. Bei solchen Aussetzern wie gegen Nadal kann kein Trainer der Welt etwas machen. Doch, evtl. ein Mentaltrainer.

Alle Kommentare (22)

  • André  Portner
    Wie in jeder anderer Profi Sportart war ich schin immer der Meinung, dass in gewissen Situationen ein Mental Trainer helfen kann!
    • 12.11.2013
    • 12
    • 2
  • seb  cicero
    federer ist zu wenig spritzig. mir scheint er ist zu langsam auf den beinen. das muss verbessert werden, dann stimmt auch der rest wieder - nur technik reicht offenbar in seinem alter nicht mehr. ein fall für dave dolle.
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Tennis

Platz Name Land Punkte
1 Rafael Nadal ESP 13310
2 Novak Djokovic SRB 11040
3 Stanislas Wawrinka SUI 6580
4 Roger Federer SUI 5805
5 David Ferrer ESP 4910
6 Tomas Berdych CZE 4720
7 Juan Martin Del Potro ARG 4215
8 Andy Murray GBR 4040
9 Milos Raonic CAN 2715
10 John Isner USA 2555

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