Grosser Spass für gute Sache Federer & Co. spielen viel Geld ein

Eine ideale Kombination! Roger Federer ruft - und acht Tennisstars kommen, um mit einem Mixed-Doppel Geld für Haiti einzuspielen. Resultat: Rund 300'000 Franken - und jede Menge Fun.

  • Publiziert: 17.01.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Marcel Hauck aus Melbourne

Roger Federer schreibt Rafael Nadal am Samstagmorgen ein SMS, schon war die Sache geritzt. Ein Exhibition-Turnier am Sonntag vor dem Beginn der Australian Open soll Geld bringen für die Erdbeben-Opfer von Haiti. Turnierdirektor Craig Tiley ist zunächst geschockt. Ein so grosser Event in weniger als 20 Stunden auf die Beine stellen? Unmöglich!

Die Tennisstars belehren ihn eines anderen. Fast alle sind sie dabei, da macht auch das Turnier den grossen Effort möglich. Und die Tennisfans in Melbourne spielen mit. Bereits um 9 Uhr in der Früh beobachtet Roger Federer vom Fenster seines Hotelzimmers aus, wie die Leute für Tickets anstehen.

10 Franken kostet ein Billett, das Stadion mit 15 000 Plätzen könnte problemlos zweimal gefüllt werden. Und Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic, Andy Roddick, Lleyton Hewitt, Serena Williams, Kim Clijsters und Samantha Stosur enttäuschen die Zuschauer nicht.

Spass, Sprüche, Zauberschläge – eineinhalb Stunden lang ist alles dabei. Team Red (mit Federer, Hewitt, Williams und Stosur) gewinnt knapp, doch das ist völlig egal. Dank Mikrofonen, die alle Spieler tragen, bekommen die Fans jedes Stöhnen, jeden dummen Spruch mit. Neben den Eintrittsgelder spenden die Besucher zusätzlich rund 20000 Franken, Maria Scharapowa schickt vom Trainingsplatz einen Scheck über 10000 Franken, die Organisationen wie ATP, WTA oder Tennis Australia legen weitere Spenden drauf – und eine Auktion mit Kleidern, Rackets und anderen Souvenirs der Stars wird weiteres Geld in die Kassen spülen. Insgesamt werden über 300000 Franken für die Hilfe in Haiti zusammenkommen.

«Was in Haiti passierte, ist sehr schlimm. Ich habe das Desaster im Fernsehen verfolgt. Und ich wusste: Wir müssen als Tennis- Familie zumindest versuchen, etwas auf die Beine zu stellen», erklärte Federer. Und das haben die Tennisstars eindrücklich getan.

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