London Federer bodigt Verdasco mit Mühe

  • Publiziert: 22.11.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Christian Bürge aus London

Roger Federer gewinnt das erste Spiel an den World Tour Finals in London gegen den Spanier Fernando Verdasco nach harzigem Start mit 4:6, 7:5, 6:1.

Einfache Lose, das wusste man im Voraus, gibts beim Treffen der besten Acht nicht. Und die Weltnummer 8 Fernando Verdasco bestätigt dies in eindrücklicher Manier.

Der Beau aus Madrid hatte zu Beginn des Jahres seine beste Phase, als er an den Australian Open nacheinander Andy Murray und Jo-Wilfried Tsonga entzauberte und erst in einem furiosen Halbfinalspiel Rafael Nadal unterlag.

Gut zehn Monate später steht er wieder im Rampenlicht. Im Startmatch gegen Roger Federer stimmt nicht nur der Rahmen in der mit 17500 Zuschauern ausverkauften O2-Arena, sondern auch sein Spiel.

Schon im ersten Game breakt er den Schweizer und bleibt darauf bei eigenem Service ungefährdet. Die Nummer 1 tut sich hingegen schwer. Der Return ist ein grosser Schwachpunkt, die Rückhand ebenso. Und immer wieder überpowert er. Nach verlorenem ersten Satz steht er bei 5:5 und 0:30 im zweiten mit dem Rücken zur Wand.

Doch die Nummer 1 reduziert die Fehlerquote, breakt zum Satzausgleich und setzt danach zum Steigerungslauf an, während Verdasco völlig resigniert. Nach dem 4:6, 7:5, 6:1 hat sich Federer dank der Extra-Schicht und knapp zwei Stunden Spielzeit zweifellos mit dem Platz vertraut gemacht.

Ein Platz, von dem Juan Martin Del Potro sagt, er sei auf Federer zugeschnitten. Die Gruppe A ist damit lanciert. Und die Briten freuen sich, dass auch ihr Aushängeschild Andy Murray eine gute Ausgangslage hat. Der Schotte setzt sich im zweiten Dreisätzer des Tages gegen den US-Open-Sieger Juan Martin Del Potro durch.

Am Dienstag kommt es nun wohl in der Night Session zum grossen Duell zwischen den beiden Siegern des ersten Tages, Murray und Federer. Der Schweizer hat eine 3:6-Bilanz gegen Murray, der vier der letzten fünf Vergleiche für sich entscheiden konnte, nicht aber den letzten in Cincinnati.

Der Schotte hatte Höhen und Tiefen und muss zuerst noch beweisen, mit dem Druck vor heimischer Kulisse gegen die Besten bestehen zu können. Federer seinerseits hat einen frühen Schock abgewendet. Für gewöhnlich kommt er dann ins Rollen. Die Konkurrenz ist gewarnt.

ATP World Tour Finals

Gruppe A
Roger Federer
Andy Murray
Juan Martin Del Potro
Fernando Verdasco

Gruppe B
Rafael Nadal
Novak Djokovic
Nikolai Dawidenko
Robin Söderling

Modus
Vorrunde mit Gruppenspielen (bis Freitag)
Halbfinals: 1. Gruppe A – 2. Gruppe B und umgekehrt (am Samstag)
Final am Sonntag

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