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Roger Federer hat den Eindruck der vergangenen Tage mit einer starken Leistung gegen Juan Martin Del Potro bestätigt. Die Weltnummer 5 hat beim 6:3, 6:4-Sieg des Schweizers nicht allzu viel auszurichten. Zu solide schlägt Federer auf, zu überlegen ist er auch von der Grundlinie.
Del Potro zu stereotyp
Der Argentinier, welcher gegen Andy Murray noch brilliert hatte, kann der variablen Spielweise des Schweizers nicht das Wasser reichen. Zu stereotyp kommen seine Bälle übers Netz. Für Federer ist er so nicht mehr als ein willkommener Sparringpartner.
Kein richtiger Test für Federer
Mit Söderling, Blake, Roddick und Del Potro hat Federer nun gleich vier starke Aufschläger in Serie bezwungen. Allesamt haben gegen Federer miserable Bilanzen.
Einen richtigen Test in Form eines Sandplatzspezialisten bekam der Baselbieter noch nicht vorgesetzt.
Federer im Final krasser Aussenseiter
Mit Rafael Nadal wird im Final (Sonntag, 16 Uhr) einer kommen. Und gleich der stärkstmögliche. Ob der Schweizer schon bereit ist für diese Aufgabe? Jedenfalls ist er trotz den schnellen Plätzen, die seine Aufschläge unterstützen, krasser Aussenseiter.
Nadal führt im Direktduell mit 13:6, hat die letzten fünf Begegnungen gewonnen. Die letzte im Final der Australian Open. Für Federer eine der schmerzlichsten Erfahrungen.
Federers Ziel ist weniger realitätsfremd als auch schon
Alles andere als ein Heimsieg des Spaniers in der ausverkauften Caja Magica wäre – gerade nach den erfolglosen Monaten Federers – eine kleine Sensation. Im Nachhinein scheint aber Federers Ziel, das Turnier gewinnen zu wollen, weniger realitätsfremd als auch schon.