Eiszeit zwischen Rogers: Brennwald: «Federer nimmt Telefon nicht ab»

Was einst als grosse Liebesbeziehung begann, hat jetzt einen neuen Tiefpunkt erreicht. Roger Brennwald stellt Roger Federer öffentlich bloss.

  • Publiziert: , Aktualisiert:

«Wir können nicht mehr miteinander reden. Roger Federer nimmt das Telefon nicht mehr ab», erklärt Swiss-Indoors-Boss Roger Brennwald (67) an der Jahresmedienkonferenz des grössten Schweizer Sportanlasses.

Dann nimmt Brennwald das Telefon aus der Westentasche und versucht, Federer auf dem Natel zu erreichen. Zum Gaudi der Journalisten im Restaurant Goldenen Sternen, wo die Posse zwischen den beiden Rogers ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht.

«Mit Nadal habe ich persönlich geredet. Murray und Djokovic kann ich jederzeit anrufen», behauptet Brennwald und stellt damit Federer öffentlich in den Senkel. Dieser nimmt den angeblichen Anruf um die Mittagszeit nicht entgegen.

Weil er offenbar nicht bereit war, die kolportierte Antrittsgage von einer Million Franken an Federer (31) und dessen Agenten Tony Godsick zu überweisen, hatte Brennwald sich um Rafael Nadal bemüht.

Mit Erfolg: Federers Erzrivale spielt erstmals seit 2004 wieder am Rheinknie. Wie tief Brennwald für die Verpflichtung des 11-fachen Grand-Slam-Siegers in die Tasche greift, darüber schweigen sich die Parteien natürlich aus.

Brennwalds Vorteil: Federer hat über die Medien mitgeteilt, auch ohne Vertrag in Basel zu spielen. Eine Antrittsgage wird also nicht fällig. Geld, das der umtriebige Turnierdirektor nun in Stars wie Nadal, Del Potro oder Milos Raonic investieren kann.

«Roger hat immer allergrösste Priorität genossen. Wir haben Kampagnen in Millionenhöhe für ihn lanciert. Wir sind froh um die Zeit, die wir mit ihm haben durften», erklärt Brennwald vor laufenden Kameras und Mikrofonen.

Eine letzte Frist, sein Angebot anzunehmen, habe Federer am 15. Februar ohne Rückmeldung verstreichen lassen. Das sei zwar schade, aber auch nicht ungewöhnlich. «Wir müssen mit Fristen arbeiten, das ist ganz normal.»

Trotzdem zeigt sich Brennwald beleidigt und trägt den schwelenden Konflikt an die Öffentlichkeit. Ein Kräftemessen, bei dem es nur Verlierer gibt. Brennwald, Federer, die Swiss Indoors und den Schweizer Sport.

Umso erstaunlicher ist die Posse, wenn man bedenkt, dass sich Federer in den letzten drei Wochen oft in der Schweiz aufgehalten hat, am Zürichsee und zuletzt in Felsberg im Kanton Graubünden, wo er mit Tommy Haas trainierte.

Übrigens: Das Gesamtpreisgeld der Swiss Indoors, die vom 19. bis 27. Oktober über die Bühne gehen, wird in diesem Jahr um 5 Prozent auf über zwei Millionen Franken angehoben. Das Gesamtbudget beträgt um die 20 Millionen Franken.

Beliebteste Kommentare

  • Marco  Hasler
    Herr Brennwald sollte sich nicht wundern, wenn RF plötzlich keine Lust mehr hat......
  • carlos  zapato , St. Gallen
    Armseelig dieser Brennwald. Ohne Federer hätte das Tournier nie diesen Glamour erhalten.

Alle Kommentare (41)

  • Concolor  Shalako
    Brennwald hat sich sicher verwählt und wollte seinem Steuerberater anrufen.
    • 30.04.2013
    • 2
    • 0
  • jean-claude  niederhoffer , bern
    Herr Brennwald gute rat nehmen sie ihren koffer und machen platz en jenigen wo der normal denken kann die zeit des allein herscher ist vorbei.haben sie mal nach gedacht warum Herr roger federer das telefon nicht abnehmt. ..weil sie so stur sind wie herr Blatter
  • Pfister  Rene , Rapperswil , via Facebook
    Dieser Roger Brennwald ist nur noch peinlich!
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Platz Name Land Punkte
1 Novak Djokovic SRB 13130
2 Rafael Nadal ESP 12670
3 Roger Federer SUI 6070
4 Stan Wawrinka SUI 5770
5 Tomas Berdych CZE 4410
6 David Ferrer ESP 4085
7 Milos Raonic CAN 3920
8 Juan Martin Del Potro ARG 3360
9 Grigor Dimitrov BUL 3270
10 Andy Murray GBR 3040

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