Federer erklärt: Deswegen spielt er nicht für die Schweiz

  • Publiziert: 05.01.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Marcel Hauck aus Doha

Wieder eine erste Davis-Cup-Runde ohne Roger Federer. Die Nummer 1 erklärt Blick.ch die Beweggründe.

Roger Federer feiert Silvester in illustrer Gesellschaft in Abu Dhabi: Ehefrau Mirka, die Zwillinge Myla Rose und Charlene Riva, R&B-Queen Rihanna – und Stan Wawrinka, sein Gold-Kumpel von Olympia 2008.

Federers Absage für die Davis-Cup-Erstrundenpartie im März in Spanien ist eines der Gesprächsthemen. Im Gegensatz zu den Fans weiss die Schweizer Nummer 2 aber schon vorher Bescheid. «Ich habe mit meinen Teamkollegen geredet und ihnen meine Absage erklärt», sagt Federer.

Federer will Nummer 1 bleiben

Dass die Chance auf einen Sieg in Spanien selbst mit ihm nur klein wäre, habe überhaupt keine Rolle gespielt. «Das Problem ist der Wechsel von Hartplatz auf Sand und zurück», erklärt der 15-fache Grand-Slam-Champion. «Solange ich die Nummer 1 bin, wird mein Fokus darauf liegen», erklärt Federer. «Und in den Wochen nach dem Davis Cup stehen sehr viele Punkte auf dem Spiel.»

Es entstehe jetzt der Eindruck, dass er immer nur für die Abstiegs-Playoffs zur Verfügung stehe. «Dabei könnte es durchaus sein, dass ich in einem Viertelfinal dabei wäre.» Nur sei es leider nie gelungen, die erste Runde ohne ihn zu gewinnen.

Glaubt Federer überhaupt noch daran, den Davis Cup einmal zu gewinnen?

Er weicht aus. «Das wird die Zeit zeigen, ich will da nicht spekulieren.»

Spekulation ist im Moment auch die Frage, ob wenigstens Wawrinka in Spanien dabei sein wird. Kurz davor ist der Geburtstermin seines ersten Kindes. «Er hat mir seine Ideen geflüstert», verrät Federer mit einem Lächeln. Die behält er aber für sich.

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