«Wir sind Federer!», heissts ab heute an den Swiss Indoors in Basel. Bleibt uns King Roger bis 2017 erhalten?
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Roger Federer bei den Swiss Indoors in Basel 2011.
(Benjamin Soland)Mit dem Spiel gegen den Deutschen Benjamin Becker beginnt für Roger Federer heute die ebenso kurze wie intensive Hallensaison. Drei Turniere in drei Wochen, Basel, Paris-Bercy, zum Dessert das Jahresfinale in London. Und überall heisst der Titelverteidiger Federer.
Dessen Gedanken und Planspiele reichen schon weit in die Zukunft. Oder besser: immer weiter. «Wenn ich noch drei, vier, fünf Jahre spielen will, brauche ich einen sauberen Aufbau», sagt Federer auf die bevorstehende Zwischensaison angesprochen. Fünf Jahre? Bis 2017, wenn Federer 36-jährig sein wird? Noch ein Jahr länger als bis zu den nächsten Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro, die Roger schon einmal als mögliches Ziel formuliert hat?
Die Lust am Spiel und am Kräftemessen mit den Kollegen an der Weltspitze ist offensichtlich ungebrochen. Und die Begleiterscheinungen wie die ständige Reiserei oder den Weltstar-Rummel scheint der Schweizer mit der gleichen Lässigkeit zu meistern wie eh und je.
«Mir macht Tennis immer noch enorm viel Spass und ich weiss jetzt schon, dass es mir einmal fehlen wird», sagt Federer.
«Die Zeit ist extrem schnell vergangen. Es kommt mir vor, als sei ich erst gestern in Ecublens angekommen. Und jetzt bin ich über 30.» Ins Leistungszentrum nach Ecublens zog Roger 1995 als 14-jähriger Hoffnungsspieler.
Um physisch die bestmöglichen Voraussetzungen für einen möglichst langen Karriereherbst zu schaffen, muss Federer immer noch mehr investieren. In diesem Jahr kam das Training zu kurz. Von Mai bis September folgten die Höhepunkte Schlag auf Schlag. Statt wie sonst für drei ausgedehnte Trainingsblöcke pro Jahr reichte es heuer nur für einen.
Zuletzt in Shanghai wurde Federer klar, dass es Zeit wird, bald wieder in Ruhe an seinem Spiel feilen zu können. «Es schleichen sich Fehler, falsche Automatismen ein. Du versuchst einfach, die Spiele irgendwie zu gewinnen, gehst kein Risiko ein, wurstelst dich durch.»
Nach den ATP-Finals hat Federer bis zum Australian Open (ab 14. Januar) Zeit für einen ausgedehnten Neuaufbau.
Aufgelockert wird die Schinderei von einer Schaukampf-Serie in Südamerika. Eine anständige Festtagspause liegt dagegen nicht drin.
Basel – Der Starttag heute wird zum grossen Schaulaufen der Schweizer Sport-Legenden. Bevor ab circa 18.30 Uhr Hausmeister Roger Federer erstmals im Einsatz steht, werden in der St. Jakobshalle die «Swiss Olympia Legends» gekürt. Die drei Kategorien der Publikumswahl: Männer, Frauen und Behindertensport. Rund 20 Olympiasiegerinnen und Olympiasieger werden in Basel erwartet. Die Zeremonie beginnt um 17.30 Uhr. Gespielt wird ab 14.30 Uhr. Obwohl die Halle offiziell ausverkauft ist, sind an der Tageskasse in der Regel noch letzte Tickets erhältlich.
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